8.11.2019 08:47
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Europa
Schweinefleisch-Export steigt
China, Vietnam und die Philippinen werden in den nächsten zwölf Monaten bis zum 31. Oktober 2020 schätzungsweise 35%, 50% beziehungsweise 32% mehr Schweinefleisch importieren als im Vorjahreszeitraum.

Der Grund dafür ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die dort die inländische Schweineproduktion beeinträchtigt, schreibt das Analystenhaus Mintec laut Dow Jones News in einer aktuellen Markteinschätzung. Die europäischen Schweinefleisch-Exporte dürften in diesem Jahr aufgrund des Nachfrageschubs bereits um 1 8% zunehmen.

Nach Angaben der EU-Kommission legten die Exporte von Schweinefleischprodukten aus der EU bereits von Januar bis August 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15% auf 2,96 Millionen Tonnen Karkassengewicht zu. China blieb dabei mit einem Anteil von 45% der weitaus grösste Abnehmer der EU. Die Exporte in die Volksrepublik konnten um 48% auf rund 1,32 Millionen Tonnen gesteigert werden. China ist bekanntlich mit einem Weltmarktanteil von 46% nicht nur der grösste Produzent von Schweinefleisch, sondern mit einem Anteil von rund 40% auch der weitaus grösste Importeur dieses Produkts.

Die verstärkte Nachfrage Chinas nach Schweinefleisch aus der EU und Brasilien hat die Preise für Ware aus diesen Regionen steigen lassen. Aber auch in China selbst treibt die Ausbreitung der ASP die Preise weiter in die Höhe, und zwar für jede Proteinsorte, wie das Investment-Beratungsunternehmen INTL FCStone berichtet. So seien die Eierpreise seit Anfang des Jahres um 43% gestiegen, bei Geflügelfleisch habe sich das Kaufvolumen in diesem Jahr mehr als verdoppelt.

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