7.12.2014 06:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Getreide
Schwächere Getreideernte in Australien
Die kurz vor dem Abschluss stehende Wintergetreideernte in Australien wird im laufenden Wirtschaftsjahr 2014/15 den Farmern spürbar weniger Korn einbringen als in der vergangenen Saison.

 Laut einer aktuellen Schätzung des Australischen Amtes für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) wird sich die Druschmenge „Down Under“ bei den Winterfrüchten insgesamt nur auf 37,0 Mio t belaufen, nachdem es 2013/14 noch 44,1 Mio t gewesen waren. Das erwartete Minus von rund 16 % im Vergleich zur guten Vorjahresernte resultiert den Experten zufolge aus den geringeren Hektarerträgen in den Hauptanbauregionen in West- und Südaustralien. Dort hätten unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen die Böden ausgetrocknet, was zu Ertragseinbußen geführt habe, erläuterten die Analysten. ABARES geht davon aus, dass die australische Weizenproduktion 2014/15 trotz leicht ausgedehnter Anbauflächen um 3,8 Mio t oder 14 % auf 23,2 Mio t abnehmen wird.

Noch deutlicher dürfte der Rückgang mit 22 % auf 7,4 Mio t bei der Gerste ausfallen, und auch bei Raps wird eine Abnahme des Druschergebnisses erwartet, und zwar um 12 % auf knapp 3,3 Mio t. Die Produzenten werden dem Rohstoffamt zufolge in der laufenden Saison außerdem auch weniger Hafer, Triticale und Eiweißpflanzen vom Feld holen, die ebenfalls zu den Winterfrüchten zählen. Hinsichtlich der Erntemengen 2014/15 bei den Sommerfrüchten wie Sorghum, Baumwolle, Reis und Mais rechnen die Analysten aus Canberra im Vergleich zur Saison 2013/14 ebenfalls mit einer dürrebedingt schwächeren Erzeugung.

In den Hauptanbauregionen New South Wales und Queensland habe die Aussaat unter der Trockenheit gelitten und teilweise seien die Felder gar nicht bestellt worden. Die Anbaufläche der Sommerfrüchte wurde gegenüber 2013/14 um 13 % auf 974 000 ha eingeschränkt; die Erntemenge soll ebenfalls um 13 % auf 3,2 Mio t sinken. Laut Prognose dürfte nach der schwachen Vorsaison die Erzeugung von Sorghum 2014/15 um rund ein Fünftel auf gut 1,3 Mio t zulegen und mit 365 000 t auch wieder etwas Mais eingefahren werden. Die Baumwollerzeugung soll sich dagegen aufgrund der niedrigen Preise halbieren.

 

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