8.09.2014 16:37
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Russland
Russland sucht intensiv nach alternativen Lebensmittel-Lieferanten
Seit der Importsperre sucht Moskau intensiv nach alternativen Lieferanten von Nahrungsmitteln. Der heimische Markt vermag die entstandene Lücke nicht zu schliessen und die Lebensmittelpreise explodieren.

Bei seinem Besuch in der Mongolei stellte Präsident Wladimir Putin dem Land die Aufhebung der Importbeschränkungen von Fleisch in Aussicht, das vor längerem aus veterinären Gründen verhängt worden war, wie aiz.info schreibt. Auch anderen Ländern wie Brasilien, Argentinien oder China bot Moskau bereits an, vermehrt nach Russland zu liefern.

Wie Putin in einem Fernsehinterview eingestand, könne Russland die entstandenen Marktlücken nur teilweise selber füllen. Deshalb wurden seit der Verhängung des Importstopps für Nahrungsmittel aus westlichen Ländern am 7. August 2014 bereits mehrere Betriebe in Brasilien, Chile, Mexiko, der Türkei und Serbien für Lebensmittellieferungen neu oder wieder zugelassen.

Weissrussland profitiert derzeit am meisten von der Einfuhrsperre für westliche Länder. Vor allem die bis vor der Sperre begrenzten Molkereiprodukte konnten deutlich aufgestockt werden. Ausserdem erlaubt Moskau, dass landwirtschaftliche Rohstoffe aus westlichen Ländern in Weissrussland weiterverarbeitet und als fertige Produkte nach Russland geliefert werden.

Seit dem Importstopp explodieren in Russland die Lebensmittelpreise. Im Schnitt zahlt die russische Bevölkerung über zehn Prozent mehr. Die stärkste Verteuerung erfährt das Fleisch mit einem Preisanstieg von fast 14 Prozent.

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