11.01.2013 14:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Russland: Direktzahlungen statt Diesel-Verbilligung
Die Agrarproduzenten in Russland haben im vergangenen Jahr fast 2,9 Mio. Tonnen Diesel und 69'000 Tonnen Benzin zu ermässigten Preisen gekauft.

Durch die Verbilligung der Kraftstoffe konnten die Landwirte ihre betrieblichen Ausgaben um rund 21,9 Mrd. Rubel (657 Mio. CHF) reduzieren. Im Jahr 2011 hatte die Ermässigung Einsparungen von 18 Mrd. Rbl (540 Mio. CHF) gebracht, während es im Jahr davor lediglich 5,5 Mrd. Rbl (165 Mio. CHF) gewesen waren.

Die Lieferungen der verbilligten Kraftstoffe erfolgten nach Angaben des Moskauer Landwirtschaftsministeriums im Rahmen eines Hilfsprogramms, das Ende 2012 ausgelaufen ist. Laut Ministerium war die Vergünstigung nicht mit den Spielregeln der Welthandelsorganisation (WTO) konform, der Russland im August vergangenen Jahres beigetreten ist.

Im Rahmen eines neuen Landentwicklungsprogramms für die Jahre 2013 bis 2020 will Moskau die Unterstützung der Landwirte auf eine andere Basis stellen. Sowohl die Kraftstoffverbilligung als auch die bisherigen Subventionen für die Neuanschaffung von Landtechnik, den Erwerb von Mineraldüngern sowie die Verbilligung kurzfristiger Agrarkredite soll künftig durch Direktzahlungen abgegolten werden, deren Höhe sich an der Bodenqualität pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche orientiert.

Umrechnungskurs: 1 Rubel = 0,03 CHF (11-1-13)

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