9.12.2013 07:27
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Russische Milchbauern beklagen Produktfälschungen
Bei mehr als zehn Prozent der in Russland angebotenen Molkereieprodukte handelt es sich um gefälschte Produkte. Das ist das Ergebnis der von April bis Oktober dieses Jahres vom nationalen Milcherzeugerverband (Sojusmoloko) in Moskau sowie in vier Provinzhauptstädten vorgenommenen Erhebungen im Einzelhandel.

Das zuletzt verzeichnete Angebotsdefizit an Rohmilch werde zum Teil über Einfuhren, in zunehmendem Masse aber durch Ersatzprodukte auf der Basis tropischer Pflanzenfette ausgeglichen, beklagte der Verband in einer Presseinformation. Nach seinen Angaben nahm die Einfuhr von Palmöl nach Russland von Januar bis Juli 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,9 Prozent zu.

Die Verwendung von preiswerteren Pflanzenölen anstelle von Milchfett stelle ein ernstes Problem für die Branche dar und sei ein Betrug am Verbraucher, so Sojusmoloko, der gleichzeitig ankündigte, mit allen Mitteln dagegen vorgehen zu wollen. So habe man die Liste der im Rahmen von Laborkontrollen ertappten Produzenten von gefälschten Erzeugnissen an den Föderalen Verbraucherschutzdienst Russlands (Rospotrebnadzor) und weitere zuständige Aufsichtsbehörden übergeben.

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