22.09.2015 13:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Russisch-Brasilianischer Weizendeal vor Abschluss
Die russischen Weizenexporteure werden voraussichtlich bald mehr Ware in Brasilien absetzen können. Eine entsprechende Vereinbarung mit einem Volumen von bis zu 2 Mio. Tonnen stehe kurz vor dem Abschluss, berichtete die russische Bank für Aussenwirtschaft vergangene Woche in Moskau.

Die Exporte von Weizen, Fischprodukten und anderen Agrar- und Ernährungsgütern nach Brasilien sollen laut Sergej Wassiljew, stellvertretender Vorsitzende der russischen Bank für Aussenwirtschaft, Ungleichgewichte in der gegenseitigen Agrarhandelsbilanz ausgleichen.

Die brasilianischen Verhandlungsführer drängten ihrerseits bei den Gesprächen darauf, die Ausfuhrmöglichkeiten vor allem von Fleisch und Obst nach Russland zu verbessern. Der Sprecher des Föderalen Aufsichtsdiensts für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor), Alexej Alexejenko, erinnerte daran, dass Russland nach Verhängung des Importverbots für Lebensmittel aus einer Reihe westlicher Länder mehreren brasilianischen Betrieben die Fleischausfuhr zwecks Schliessung von entstandenen Marktlücken gestattet habe.

Allerdings habe die Einfuhrerlaubnis nach dem Fund von Rückständen des Wachstumsförderers Ractopamin im Fleisch für mehrere Betriebe wieder entzogen werden müssen. Brasilien müsse sicherstellen, dass keine Ware nach Russland gelange, diemit Hilfe dieses Wachstumsförderers erzeugt worden sei, forderte Alexejenko.

Laut Zollstatistik exportierte Brasilien im ersten Halbjahr 2015 rund 71'310 t Schweinefleisch nach Russland. Das waren 8% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Exporteure vom Zuckerhut hatten sich zu Jahresbeginn jedoch einen stärkeren Handelsaufschwung versprochen. Bei Rindfleisch hat dem brasilianischen Exportverband Abiec zufolge die nach Russland verkaufte Menge von Januar bis August 2015 im Vorjahresvergleich sogar kräftig abgenommen, nämlich um 42 % auf nur noch 125'900 t.

Mitverantwortlich dafür dürften der starke Wertverlust des Rubels und das allgemein gestiegene Preisniveau am Weltrindfleischmarkt gewesen sein.

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