21.11.2016 08:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Rus: Milliarden für Landwirtschaft
Das russische Agrarbudget wird im kommenden Jahr zwar kleiner ausfallen, Agrarkredite werden jedoch deutlich günstiger angeboten. Wie der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschow vergangene Woche in Moskau erklärte, soll der betreffende Höchstzinssatz 2017 auf 5% sinken.

Dadurch werde sich die Zahl der Kreditnehmer verdoppeln. Zurzeit liegen die Zinssätze in den ersten ein bis drei Jahren noch bei jeweils 15 %. Auch für das Vorgehen bei der Kreditvergabe plant das Agrarressort Erleichterungen: Zurzeit müssen die Landwirte die Kreditzinsen zunächst vollständig aus eigener Tasche zahlen und anschliessend den Erstattungsanteil beim Staat beantragen.

Das Landwirtschaftsministerium schlägt deshalb vor, die Zinsbeihilfen ab Januar 2017 direkt an die Banken zu überweisen. Im Agraretat 2017, den die Staatsduma kürzlich beschlossen hat, sollen die Zinsen für Investitionskredite mit 58,8 Mrd. Rbl (920 Mio. Fr.) subventioniert werden. Insgesamt wird die Landwirtschaft mit 202,95 Mrd. Rbl (3,19 Mrd. Fr.) unterstützt, nach 214 Mrd. Rbl (3,36 Mrd. Fr.) in diesem Jahr.

Der Großteil des Gesamtbudgets, nämlich 173,8 Mrd. Rbl (2,73 Mrd. Fr), fliesst in das staatliche Entwicklungsprogramm für die Landwirtschaft. Davon sind für die sektorale Entwicklung der Agrarindustrie 69,6 Mrd. Rbl (1.1 Mrd. Fr.) vorgesehen, für die Verbesserung der Rentabilität der Erzeuger 33,6 Mrd Rbl (530 Mio. Fr.) und für die hektarbezogenen Subventionen 21,7 Mrd. Rbl (340 Mio. Fr.). In den beiden Haushaltsjahren nach 2017 soll der gesamte russische Agraretat gemäss den Vorstellungen der Regierung weiter sinken: Für 2018 ist ein Budget von 197,957 Mrd. Rbl (3,1 Mrd. Fr.) geplant und für das Folgejahr 194,16 Mrd. Rbl (3,05 Mrd. Fr.).

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE