21.01.2015 10:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Rus: Inflation bei Lebensmittel wird bekämpft
Die russische Regierung will die deutlichen Preissteigerungen für Lebensmittel im eigenen Land eindämmen. Das hat Ministerpräsident Dmitrij Medwedew vorletzte Woche bei einem Gespräch mit Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow deutlich gemacht.

Trotz einer ausgesprochen guten Ernte 2014 sei eine Beschleunigung der Lebensmittelinflation zu beobachten, erklärte Medwedew. Die Verteuerungen bekämen Einwohner grösserer Städte am deutlichsten zu spüren. Eine Ursache für den Preisanstieg bei dieser Warengruppe sei die starke Abwertung des Rubels. Allerdings sei auch Spekulation im Spiel.

Medwedew forderte das Agrarressort, den nationalen Antimonopoldienst und die Provinzgouverneure auf, die Preisentwicklung am Lebensmittelmarkt konsequent zu überwachen und gegen Unregelmässigkeiten vorzugehen. Wie der Föderale Statistische Dienst Russlands (Rosstat) mitteilte, kosteten Nahrungsmittel im Dezember 2014 im Landesdurchschnitt 15,4% mehr als im gleichen Monat des Vorjahres, während die Konsumtenepreise nur um insgesamt 11,4% stiegen.

Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich Nahrungsmittel um 3,3%, bei einer allgemeinen Inflationsrate von nur 2,6%. Besonders hohe Preissteigerungen von 40% beziehungsweise 34,6% im Vergleich zum Dezember 2013 verzeichnete Rosstat für Zucker und Graupen. Gleichzeitig kletterten die Preise für Obst und Gemüse um 22,0%, für Fleisch um 20,1%, für Fisch um 19,1% sowie für Milch und Molkereierzeugnisse um 14,4%. Brot und Backwaren verteuerten sich um 7,5%.

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