16.08.2014 17:59
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Getreide
Reichlich Mais und Weizen in Frankreich
Die französischen Ackerbauern werden in diesem Jahr nicht nur reichlich Getreide dreschen, sondern trotz der gegenüber 2013 verkleinerten Anbaufläche auch mehr Mais einfahren können.

Das geht aus der ersten Ernteschätzung für Mais des Statistischen Dienstes vom Pariser Landwirtschaftsministerium (Agreste) hervor, der vergangene Woche vorgelegt wurde. Demnach dürfte sich die französische Körnermaisproduktion einschließlich der Saatguterzeugung bei einem Durchschnittsertrag von 87,8 dt/ha auf 15,4 Mio t belaufen; das wären 2,7 % mehr als in der Vorsaison und 1,4 % mehr als das Fünfjahresmittel von 2009 bis 2013.

Auch die Aussichten für die Futtermaiserzeugung sind gut: Diese soll im Vergleich zu 2013 um 1,6 % auf annähernd 18,9 Mio t zunehmen. Im Vergleich zur Juliprognose hat Agreste die Schätzung zur Getreideernte noch einmal nach oben korrigiert. Die Statistiker aus Paris erwarten nun für Weichweizen eine Druschmenge, die mit 37,3 Mio t das gute Vorjahresniveau um 1,2 % übertreffen und damit fast 5 % über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen dürfte. Auch wenn derzeit noch kein abschließendes Urteil über die Qualität gefällt werden könne, lasse sich zwischen den Regionen eine sehr große Heterogenität feststellen, teilten die Statistiker mit. Die Fachagentur Agritel ging vergangene Woche in einer Marktbetrachtung aufgrund der Qualitätsprobleme für das Jahr 2014 von einem höheren Anteil von Futterweizen aus. Aus dem Vollen schöpfen können in diesem Jahr laut Agreste die Gerstenerzeuger, denn deren Ernte fiel mit fast 11,7 Mio t um 12,9 % größer als in der Vorsaison; das Mittel der vergangenen fünf Jahre wurde um 9,3 % übertroffen.

Bei einer im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 % kleiner erwarteten Hartweizenernte und einem voraussichtlichen Anstieg der Hafererzeugung um gut 5 % soll die gesamte Getreideproduktion in Frankreich gegenüber 2013 um 2,9 % auf 69,3 Mio t zunehmen. Damit würden die Ackerbauern 3,4 % mehr Getreide einfahren können als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Mit einem noch stärkeren Produktionszuwachs ist laut Agreste bei Raps zu rechnen. Aufgrund einer Ausweitung der Anbauflächen um 4,2 % und einem Ertragsanstieg um 21 % auf 36,9 dt/ha soll die diesjährige Ernte mit 5,5 Mio t um gut ein Viertel über der schwachen Vorjahresmenge liegen. Gegenüber dem langjährigen Mittel ergäbe sich ein Plus von 8,0 %.

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