8.09.2016 08:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
USA
Prozess wegen Rancher-Protest
Im US-Bundesstaat Oregon hat der Prozess gegen sechs Männer und eine Frau begonnen, die im Januar ein Naturschutzgebiet besetzt hatten. Am Mittwoch und an den zwei folgenden Prozesstagen sollte es darum gehen, die zwölf Geschworenen für den Prozess auszuwählen.

Die Angeklagten waren Teil einer Gruppe, die sich Anfang Januar bewaffnet Zugriff zu einem Gebäudekomplex in dem Naturschutzgebiet verschafft hatte. Mit der Besetzung protestierten sie gegen eine angebliche Landnahme der US-Regierung. Das Areal und die Häuser gehören dem Staat. Bei einem Polizeieinsatz wurde der Sprecher der Gruppe erschossen.

Ursprünglich sollte von Mittwoch an ein weiterer Beteiligter vor Gericht stehen. Die Anklage gegen ihn wurde jedoch fallen gelassen. Die Eröffnungsplädoyers in dem Verfahren sind für kommenden Dienstag (13. September) geplant.

Bei einem Polizeieinsatz Ende Januar wurden zwölf Menschen festgenommen, darunter der mutmassliche Rädelsführer Ammon Bundy und dessen Bruder Ryan. Ein Mann wurde durch Schüsse der Beamten getötet. Anfang Februar klagte die Justiz Bundy und mehrere seiner Mitstreiter wegen Verschwörung zur Behinderung von US-Bundesbeamten durch Gewalt und Einschüchterung an. Insgesamt dauerte die Besetzung 41 Tage.

Der Protest entzündet sich an Gefängnisstrafen für zwei Rancher wegen Brandstiftung. Den beiden - Vater und Sohn - wurde laut Medienberichten angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen. Dwight Hammond (73) und sein Sohn Steven Hammond (46) haben bereits eine Haftstrafe abgesessen. Ende 2015 urteilte ein Bundesrichter, die Haft sei nach Bundesrecht zu kurz gewesen, die Männer müssten nochmals für mehrere Jahre einsitzen.

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