24.08.2014 07:11
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russlandkrise
Paris steht Landwirten nach russischem Einfuhrembargo zur Seite
Für Ausgleichsmaßnahmen für die vom russischem Einfuhrembargo für Agrarprodukte betroffenen Landwirte hat sich Frankreichs Staatspräsident François Hollande am vergangenen Mittwoch in einem Interview mit der Tageszeitung Le Monde ausgesprochen.

Am Vortag hatte bereits Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll die von der Europäischen Union vorgeschlagenen marktpolitischen Maßnahmen zur Unterstützung der Obst- und Gemüsebranche begrüßt. Dies sei eine „gute Nachricht“ für die Erzeuger, die aufgrund des Embargos Absatzschwierigkeiten hätten, betonte Le Foll. Gegenüber französischen Medien erklärte der Minister, dass er hierin ein „erstes Maßnahmenbündel“ sehe.

Diese Arbeit werde fortgesetzt und „wenn nötig“ ergänzt. Auch müsse der Einfluss des von Russland für ein Jahr verhängten Einfuhrstopps für Agrargüter aus Europa und Nordamerika abgeschätzt werden. Darüber hinaus kündigte der Ressortchef am vergangenen Donnerstag ein Treffen mit den französischen Agrarverbänden sowie den Interprofessionen hierzu an; diese hatten eine Zusammenkunft eingefordert. Der landwirtschaftliche Berufsstand hatte ein „dringliches“ Treffen verlangt. „Mit Blick auf die Konsequenzen dieses Embargos sind die angekündigten Finanzmittel nicht ausreichend“, betonten der französische Bauernverband (FNSEA) und seine Fachorganisationen sowie die Junglandwirteorganisation (JA) und die genossenschaftliche Dachorganisation Coop de France.

Der Beitrag aus dem Agrarbudget könne nicht das einzige Hilfsmittel in dieser Krise sein, erklärten die Verbände und Genossenschaften. Sie forderten die EU-Mitgliedstaaten auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Instrumente zu finden, um die gesamte Agrar- und Ernährungsbranche zu unterstützen. Außerdem wird sich Le Foll am Donnerstag dieser Woche (28.8.) mit seiner spanischen Amtskollegin, Isabel García Tejerina, in Madrid austauschen; am 2. September kommt er bekanntlich mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und Polens Agrarressortchef Marek Sawicki im Rahmen des Weimarer Dreiecks in Bonn zusammen.

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