5.04.2015 11:08
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Österreich darf mehr Milchprodukte nach China verkaufen
Die österreichische Molkereibranche hat einen Grund zur Freude, denn sie kann ab sofort deutlich mehr Käse und Milcherzeugnisse in die Volksrepublik China liefern als bisher.

Wie das Wiener Agrarressort am Dienstag vergangener Woche mitteilte, hat der chinesische Minister für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne, Zhi Shuping die erweiterte Handelserlaubnis bei einem Gespräch mit dem österreichischen Landwirtschaftsminister Andrä  Rupprechter in Peking bestätigt. Die Ausfuhr von Milchprodukten aus der Alpenrepublik nach China war bisher schon möglich; allerdings gab es bisher nur wenige Genehmigungen für heimische Firmen.

Laut Minister Zhi wurden von den chinesischen Behörden jetzt für 24 Unternehmen Exportzertifikate für Milchprodukte ausgestellt, die sich auch auf die Lieferung von Käse erstrecken. Rupprechter betonte, dass die Nachfrage nach Käse in China stetig steige. Rechtzeitig zum Auslaufen der Milchquote biete sich hier eine große Chance für die heimische Milchwirtschaft. Bezüglich der geplanten Schweinefleischlieferungen nach China, die bereits am vorletzten Freitag vereinbart wurden, kündigte Zhi an, dass schon bald Vertreter der chinesischen Veterinärbehörde nach Österreich kommen würden, um dort exportwillige Firmen zu zertifizieren. Rupprechter rechnet damit, dass noch in diesem Jahr erste Schweinefleischlieferungen in die Volksrepublik erfolgen werden. Positive Signale gab es ihm zufolge auch hinsichtlich eines Veterinärprotokolls für Rindfleisch.

Die Themen Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelkontrolle standen im Mittelpunkt eines weiteren Gesprächs des Wiener Agrarressortchefs mit Landwirtschaftsminister  Han Changfu. Dieser betonte das Interesse Chinas an den österreichischen Systemen für Qualitätssicherung und Kontrolle. Beide Minister vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Bei einem Besuch von Han in Österreich, der eine entsprechende Einladung Rupprechters angenommen hat, sollen konkrete Kooperationsprojekte etwa im Bereich Biolandwirtschaft präsentiert werden.

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