22.11.2015 16:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchwirtschaft
NZ: Milchwirtschaft mit Rekordsaison
Die am 31. Mai 2015 in Neuseeland beendete Milchsaison 2014/15 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Rekorde.

Wie der Branchenverband DairyNZ in seinem kürzlich veröffentlichten statistischen Jahrbuch berichtet, übertraf die Zahl der gehaltenen Milchkühe erstmals die Fünf-Millionen-Marke, und der Bestand nahm im Vorjahresvergleich um 1,9% auf 5,02 Millionen Tiere zu. In den vergangenen zehn Jahren ist die Kuhpopulation Neuseelands damit um 1,15 Millionen Stück oder 30% gewachsen. Die produzierte Milchmenge legte im Vergleich zur Saison 2013/14 um 596 Mio. l oder 2,9% auf das neue Rekordniveau von 21,25 Mrd. l zu.

4'200 l im Schnitt

Innerhalb einer Dekade hat damit die von den Molkereien verarbeitete Rohstoffmenge um 7,15 Mrd. l oder gut die Hälfte zugenommen. Vergangene Saison wurden insgesamt 1,89 Mrd. kg Milchinhaltsstoffe in Neuseeland produziert, davon 1,07 Mrd. kg Milchfett und 0,82 Mrd. kg Milchprotein. Neue Bestmarken wurden 2014/15 laut DairyNZ auch in der Milchleistung erzielt.

Die durchschnittliche Milchkuh gab auf das Jahr gesehen 4'235 l und produzierte dabei 213 kg Fett und 164 kg Eiweiss. Im Mittel wurden von den Farmern 419 Kühe gehalten. Das waren sechs mehr als 2013/14 und 104 Tiere mehr als vor zehn Jahren. Die Zahl der Kuhherden hat gegenüber der Vorsaison leicht zugenommen und belief sich zuletzt landesweit auf 11'970. Fast die Hälfte aller Kühe in Neuseeland sind Kreuzungstiere der Rassen Holstein-Friesian und Jersey.

Milchpreis deutlich gesunken

Das Milchwirtschaftsjahr 2014/15 wird den neuseeländischen Milchbauern aber auch als Saison der stark fallenden Milchpreise in Erinnerung bleiben. Laut DairyNZ erhielten sie im Schnitt für ein Kilogramm Milchfeststoff nur noch 4,69 NZ$ (3,14 Fr.); das waren 3,78 NZ$ (2,53 Fr.) beziehungsweise 45 % weniger als in der Rekordsaison 2013/14 und der niedrigste Erlös seit 2006/07. Für die laufende Saison können die Farmer kaum auf eine Besserung hoffen; die Prognosen des Marktführers Fonterra deuten auch für 2015/16 auf unterdurchschnittliche Milcherzeugerpreise hin.

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