20.11.2016 15:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchpreis
Neuseeland: Milchpreiskrise beendet
Die zunehmend bessere Lage am internationalen Milchmarkt schlägt sich beim neuseeländischen Molkereikonzern Fonterra in guten Geschäftszahlen für das ersten Quartal des Wirtschaftsjahres 2016/17 nieder; die Erzeuger werden davon durch höhere Milchpreise profitieren.

Wie das Unternehmen am vergangenen Freitag mitteilte, sollen die Landwirte in der noch bis zum 31. Mai 2017 laufenden Liefersaison für das Kilogramm Milchfeststoff einen Basispreis von 6,00 NZD (4,25 Fr.) erhalten. Im September waren noch 5,25 NZD (3,72 Fr.) und Anfang August 4,25 NZD (3,01 Fr.) angekündigt worden. Mit der erneuten Anhebung und der in Aussicht gestellten Vergütung von Genossenschaftsanteilen zwischen 0,50 NZD/kg und 0,60 NZD/kg (0,35 -0.41 Fr.) würde ein Fonterra-Erzeuger den Rohstoff in der aktuellen Saison 2016/17 mit rund 6,55 NZD (4,63 Fr.) vergütet bekommen; das wären pro Kilogramm Feststoffeinheit 2,25 NZD (1,05 Fr.) oder gut die Hälfte mehr als 2015/16.

Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre erlösten die Milchbauern der Genossenschaft 6,17 NZD (4,37 Fr.). Der Fonterra-Vorsitzende John Wilson erklärte, dass die bessere Milchpreisprognose den Anstieg der internationalen Notierungen für Milchprodukte widerspiegele, der aus dem zunehmenden Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage resultiere. Dies habe sich auch positiv auf die Geschäftszahlen niedergeschlagen.

Im Zeitraum August bis Oktober konnte der Umsatz gegenüber dem ersten Geschäftsquartal 2015/16 um 6 % auf 3,8 Mrd NZD (2,69 Mrd. Fr.) gesteigert werden, und die Verkaufsmenge legte um 2 % auf 4,9 Mrd. Liter Milchäquivalent zu. Die Bruttomarge der Geschäftstätigkeit blieb mit 22 % etwa auf dem Vorjahresniveau. Fonterra rechnet in der Saison 2016/17 mit einem Rückgang der Rohstoffverfügbarkeit auf 1,46 Mrd kg Milchfeststoff; das wären rund 7 % weniger als 2015/16 und fast 10 % weniger als 2014/15.

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