3.02.2013 10:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Moskau will mehr Geld für Direktzahlungen locker machen
Das russische Landwirtschaftsministerium prüft derzeit, ob mehr Geld für die neu beschlossenen Agrarhektarbeihilfen bereitgestellt werden kann als bisher vorgesehen. Diese Absicht werde vom Kabinett unterstützt, teilte der stellvertretende Agrarressortchef Dmitrij Jurjew vor Journalisten in Moskau mit.

Die im Landentwicklungsprogramm 2013 bis 2020 vorgesehenen Beihilfen an die Agrarproduzenten würden dieses Jahr erstmals gewährt und getestet, erklärte Jurjew. Im Föderationshaushalt seien dafür rund 15,2 Mrd Rbl (374 Mio Euro) eingeplant. Den bisherigen Finanzplänen zufolge sollte die Unterstützung bis 2020 stufenweise auf 37,6 Mrd Rbl (925 Mio Euro) jährlich aufgestockt werden und sich über den gesamten Programmzeitraum auf 197,3 Mrd Rbl (4,9 Mrd Euro) summieren.

Es zeichne sich aber schon jetzt ein höherer Bedarf ab, so der Vizeminister. Zugleich warnte er davor, die Höhe der Direktzahlungen mit denen in der EU zu vergleichen. Es sei zu berücksichtigen, dass den russischen Agrarproduzenten neben der künftigen Flächenprämie noch weitere Beihilfen gewährt würden, unter anderem für die Versicherung bei Ernteausfällen und der Nutztiere sowie im Form der Kreditverbilligung oder der Förderung des Saatzuchtwesens; darüber hinaus würden die Betriebe im Rahmen der Landentwicklungsprogramme einzelner Regionen gefördert. Allein zur Unterstützung der pflanzlichen Produktion sei vorgesehen, von 2013 bis 2020 aus den Haushalten aller Ebenen rund 466 Mrd Rbl (11,5 Mrd Euro) bereitzustellen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE