12.01.2016 11:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Mindestsicherung: Landwirte profitieren
Von der seit Jahresbeginn in Frankreich geltenden Mindestsicherung für Menschen ohne ausreichende eigene Einkünfte profitieren unter anderem auch rund 120'000 Betriebsleiter und Beschäftigte im Agrarbereich. Darauf hat das Pariser Landwirtschaftsministerium hingewiesen.

Wie das Ministerium unter Hinweis auf Angaben der Dachorganisation der Agrarsozialkassen (CCMSA) mitteilte, ersetzt eine sogenannte einheitliche Beschäftigungsprämie nun den Kombilohn und die Mindestsicherung für Erwerbstätige. Dabei bleibe der Anspruch für Nicht-Berufstätige unverändert erhalten.

Änderungen ergäben sich hingegen für Aufstocker, also Personen beziehungsweise Haushalte, die Zuverdienste hätten, etwa über Teilzeitarbeit, Arbeit auf Stundenbasis oder aus selbstständigen Einkünften. Mit der Zusammenlegung der bisherigen Aufstockerleistung und dem Kombilohn zu einer einheitlichen Beschäftigungsprämie erhofft sich Paris, das System einfacher und transparenter zu gestalten.

Die Prämie soll monatlich gezahlt und alle drei Monate neu berechnet werden. Laut CCMSA richtet sich die Prämie, die für alle Arbeiter ab 18 Jahren offen ist, an Arbeitnehmer, deren Nettomonatsgehalt unterhalb von durchschnittlich 1'500 Euro (1'620 Fr.) liegt, sowie an Werksstudenten und Auszubildende, deren berufsbezogene Einkommen sich netto auf 890 Euro bis 1'500 Euro pro Monat belaufen. Unter die Mindestsicherung fielen aber auch landwirtschaftliche Betriebe, deren Jahresgewinne unter 16'330 Euro (17'600 Fr.) lägen.

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