27.02.2017 08:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Milchdrosselungseffekt beschränkt
Die von der Europäischen Union finanziell geförderte Einschränkung der Milchproduktion hat in Österreich bisher einen eher begrenzten Effekt gehabt.

Wie die Agrarmarkt Austria (AMA) vergangene Woche mitteilte, sind für die erste Reduktionsperiode von Oktober bis Dezember 2016 knapp 4'000 Anträge zur Drosselung der Milchmenge um rund 26'500 t gestellt worden. Tatsächlich teilgenommen hatten an dem Programm dann rund 3'300 Landwirte, die ihre Anlieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 20'000 t reduzierten.

Fast 700 Antragssteller hätten sich jedoch bereits zu Beginn der Reduktionsphase dafür entschieden, ihre Produktion nicht herunterzufahren. Verantwortlich dafür sei auch der stetig steigende Milchpreis gewesen, erläuterte die AMA. Nach ihren Angaben haben einige Milchbauern im Betrachtungszeitraum sogar mehr Milch produziert, so dass die saldierten Anlieferungen im vierten Quartal 2016 gegenüber der Vorjahresperiode nur um rund 11'000 t zurückgegangen sind.

Im gesamten Jahr 2016 sind laut AMA 3,2 Mio. t Rohmilch an die österreichischen Molkereien geliefert worden. Für den Zeitraum Januar bis März 2017 läuft in Österreich noch das nationale Programm zur Milchmengenreduktion, bei dem 14 Cent je Kilogramm nicht angelieferter Milch gezahlt werden. Für diese Massnahme hat es laut AMA 4 300 Teilnahmeanträge mit einer geplanten Reduktionsmenge von 39'100 t im Vergleich zum ersten Quartal 2016 gegeben.

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