3.10.2016 09:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milchbauern planen Aktionstage
An zwei Aktionstagen, die für den 4. und 10. Oktober terminiert sind, will der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) auf Molkereien und den Detailhandel einwirken, damit sie bei den laufenden Kontraktverhandlungen ihrer Verantwortung gegenüber den Milchbauern gerecht werden.

Die einsetzende Markterholung, die sich mit den zurückgehenden Milchmengen weiter verstärken werde, müsse in den aktuellen Kontraktabschlüssen ausreichend berücksichtigt werden und zu einem Anstieg der Milcherzeugerpreise führen, betonte der BDM am vergangenen Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Milchviehhalter würden deshalb am 4. Oktober bundesweit die Molkereien mit Schleppern besuchen und ihnen eine Resolution übergeben, mit welcher sie in den Gesprächen mit dem Handel unterstützt werden sollen. Eine ständig aktualisierte Liste der Unternehmen, die am Aktionstag besucht werden, will der Verband nach eigenen Angaben auf seiner Homepage veröffentlichen. Die Milchverarbeiter werden gleichzeitig aufgefordert, alle Mehrerlöse, die jetzt aufgrund einer besseren Marktlage erzielbar sind, sofort und vollständig an die Milchviehhalter weiterzugeben.

Laut BDM muss ein Milchpreis von mindestens 40 Cent/kg (43.6 Rp.) durch entsprechende Kontraktabschlüssemöglich gemacht werden. Selbst mit diesem Preisniveau würde es immer noch mindestens drei bis vier Jahre dauern, bis die in der Krise erlittenen Milliardenverluste auch nur einigermassen wieder ausgeglichen werden könnten.

Am 10. Oktober wollen die Milchviehhalter dann im zweiten Schritt Handelsgeschäfte besuchen, die stellvertretend für alle Handelsketten stehen. Die Bauern wollen damit dem BDM zufolge verdeutlichen, dass in der jetzigen Situation jeder seinen Teil für eine Verbesserung der Situation der Milchviehhalter beitragen müsse.

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