15.05.2018 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Australien
Mehr Geld für Landwirtschaftssektor
Für die Biosicherheit und die Agrarexportförderung wird der australische Staat in Zukunft mehr Geld ausgeben. Das geht aus dem in der vergangenen Woche vorgelegten Etat für das Finanzjahr 2018/19 hervor.

Nach Angaben von Landwirtschaftsminister David Littleproud werden im Agrarsektor neue Massnahmen mit einem Volumen von 224 Mio. Australische Dollar (169 Mio. Fr.) gefördert. Grösster Posten sind dabei Ausgaben für Biosicherheitsmassnahmen von insgesamt fast 122 Mio AUD (92 Mio. Fr.). Die Mittel sollen unter anderem für die Prävention, die Bekämpfung vorhandener Tierschädlinge und Unkräuter, neue Nachweis- undAnalysemethoden sowie den phytosanitären und veterinären Grenzschutz bei Importen eingesetzt werden. 

Allein 20 Mio AUD (15 Mio. Fr.) werden für Tasmanien zur Verfügung gestellt, um dort den Kampf gegen die 2018 erstmals aufgetretene Fruchtfliege zu
intensivieren. Um die Steuerzahler zu entlasten, will die australische Regierung bei Einfuhren auf dem Seeweg eine neue Biosicherheitsabgabe erheben, die sich bei großen Containern auf 10 A$ (7.53 Fr.) oder auf 1 A$ (0,75 Fr.) je Tonne containerloser Importware belaufen soll. 

Grosse Bedeutung wird im Haushaltsplan auch dem landwirtschaftlichen Exportsektor beigemessen, der mit gut 51 Mio AUD (38 Mio. Fr.) zusätzlich unterstützt werden soll. Um neue Ausfuhrmöglichkeiten zu schaffen, ist unter anderem die Einstellung sechs neuer Agrarhandelsräte vorgesehen, die in wichtigen Zielmärkten wie Vietnam, Malaysia, dem Nahen Osten, China oder Thailand vor Ort den Weg für Exporte ebnen sollen. 

Ein Anliegen der Regierung ist zudem, die Arbeit der australischen Aufsichtsbehörde für Pflanzenschutzmittel und Tierarzneimittel durch die Digitalisierung
schneller und effizienter zu machen. Dafür werden gut 10 Mio A$ (7,53 Mio. Fr.) bereitgestellt. Neben weiteren die Landwirtschaft betreffenden Massnahmen dürfte die Landbevölkerung „Down Under“ auch von milliardenschweren Infrastrukturmassnahmen, wie dem Ausbau von Strassen und
Schienen oder dem Gesundheitswesen auf dem Land, profitieren.

Littleproud äusserte sich jedenfalls überzeugt, dass „unsere bedeutenden Investitionen im Haushalt 2018/19 die Landwirtschaft unterstützen und den Agrarsektor profitabler, wettbewerbsfähiger, widerstandsfähiger und nachhaltiger machen“.

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