21.07.2013 08:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
Mehr Fleisch in den USA
In den Vereinigten Staaten von Amerika soll im zweiten Halbjahr 2013 etwas mehr Fleisch als im Vorjahreszeitraum produziert werden.

Wie aus der aktuellen Marktvorausschau des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) hervorgeht, dürfte die Erzeugung um 0,6 % auf umgerechnet 21,4 Mio t steigen, nachdem sie in der ersten Jahreshälfte 2013 gegenüber der Vorjahresperiode knapp stabil geblieben war.

Zum höheren Fleischausstoß wird nach Einschätzung der Washingtoner Analysten der Geflügelsektor einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Hähnchenmäster stocken aufgrund der wieder fallenden Getreidenotierungen und hoher Geflügelfleischpreise ihre Bestände auf, was im dritten und vierten Quartal des laufendes Jahres die Produktion im Schnitt um 3 % höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausfallen lassen wird. Die Jahreserzeugung an Hähnchenfleisch schätzt das USDA für 2013 auf 17,1 Mio t; das wären 2 % mehr als 2012.

Zulegen soll auch die US-Schweinfleischerzeugung, die von Juli bis Dezember dieses Jahres das Vorjahresniveau um rund 2 % übertreffen soll. Bei nahezu stabilem Tierbestand wird sich dem USDA zufolge die zuletzt auf neue Rekordhöhen gekletterte Sauenproduktivität von 10,31 Ferkeln je Wurf produktionssteigernd auswirken. Im gesamten Jahr 2013 dürfte die US-Schweinefleischerzeugung mit 10,61 Mio t aber nur moderat größer als 2012 ausfallen, nämlich um 0,6 %. Bestätigt hat das US-Landwirtschaftsministerium in seinem jüngsten Marktreport die pessimistischen Aussichten für den Rindermarkt.

Zwar wurde die Produktionsprognose für die zweite Jahreshälfte 2013 zuletzt geringfügig nach oben korrigiert weil mehr schwere Tiere als gedacht für die Endmast aufgestallt waren; dies änderte an dem negativen Gesamttrend aber nichts. Die Washingtoner Experten erwarten für die letzten sechs Monate des Jahres eine um 3,7 % kleinere US-Rindfleischerzeugung als im Vorjahr. Im kompletten Jahr 2013 dürfte sich die Produktion auf knapp 11,5 Mio t belaufen und damit um 2,2 % unter dem Vorjahresniveau bleiben. Für 2014 erwartet das USDA nach jetzigem Stand der Dinge ein noch kräftigeres Produktionsminus, und zwar um fast 5 % auf gut 10,9 Mio t.

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