1.03.2017 18:12
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
USA
Hormonfleisch: USA drohen mit Strafzöllen
Die USA erwägen Strafzölle gegen Fleisch-Importe aus der EU zu erheben. Die USA hätten gemäss WTO das Recht dazu, weil die EU den Import von Hormon-Fleisch verbietet.

Die USA kündigen laut aiz.info ein Abkommen zur Lösung des Streits um Hormon-Fleisch einseitig auf. Allerdings ist nicht klar, ob tatsächlich Strafzölle erhoben werden. Die USA haben aber bereits eine vorläufige Liste mit Produkten erstellt, auf welche die Strafzölle erhoben werden könnten. Dazu gehören unter anderem Rind- und Schweinefleisch.

Die Vereinigten Staaten dürfen Strafzölle in Höhe von 116 Millionen US-Dollar erheben. Dies weil die WTO der EU vorwirft, mögliche schädliche Wirkungen der Hormone nicht ausreichend belegen zu können. Bisher sorgte ein EU-Einfuhrkontingent über 45’000 Tonnen hormonfreies Rindfleisch für Frieden im Hormonstreit.

Das Importkontingent steht nicht nur den USA, sondern allen Drittländern offen. Die USA verlor aber immer mehr Lieferanteile an Argentinien, Uruguay und Australien. Dies verärgerte die US-Fleischbranche. Mit Strafzöllen hoffen die USA, dass die EU nachgibt und künftig auch Rindfleisch von hormonbehandelten Tieren zulässt. Hier dürften die Amerikaner auf Granit beissen. Das werde die EU nicht gestatten, stellte EU-Kommissionsexperte Clark im EP-Agrarausschuss klar.

Im Gegensatz zur EU ist der Import von Hormon-Fleisch in die Schweiz erlaubt. Im Dezember wurde eine Motion von Adèle Thorens (Grüne) abgelehnt, die ein Importverbot forderte. Ein Grund für Ablehnung war die Haltung der WTO und mögliche Strafzölle.

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