2.03.2018 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
EU
Honigfälscher härter bestrafen
Das Europäische Parlament verlangt grössere Anstrengungen im Kampf gegen gefälschten Honig. Es geht dabei um Honig, der zum Beispiel mit Zucker gestreckt wird oder die strengen Qualitätsstandards für das Naturprodukt verletzt.

Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Brüssel mit 560 zu 27 Stimmen für eine entsprechende Resolution. Die Parlamentarier wollen bessere Kontrollen, härtere Strafen und klarere Kennzeichnungen. Daneben fordern sie mehr Geld für nationale Bienenzuchtprogramme und das Verbot schädlicher Pestizide.

Dem Beschluss zufolge erfüllt vor allem Import-Honig europäische Standards häufiger nicht. Rund 200'000 Tonnen Honig importiert die EU jährlich, während ihre Mitgliedsländer etwa 250'000 Tonnen pro Jahr selbst erzeugen. Laut Experten wird Honig in Deutschland besonders streng und engmaschig kontrolliert.

Neben China sind Mexiko und die Ukraine wichtige Exportländer. Vor allem Honig aus China - weltgrösster Exporteur und grösster Lieferant Europas - steht immer wieder unter Pansch-Verdacht. Imker in den grossen EU-Erzeugerländern wie Rumänien, Spanien oder Ungarn leiden unter einem Preisverfall für Honig durch günstige Importprodukte.

Bezogen auf die Kontrollen ist die verabschiedete Resolution nicht mehr als ein Appell an die Mitgliedstaaten. Denn diese sind für die Umsetzung zuständig. Bei der Kennzeichnung geht der Aufruf dagegen in Richtung EU-Kommission für einen entsprechenden Gesetzesentwurf.

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