11.08.2017 15:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Hitze und Unwetter in Europa
Während die einen mit Wind und Regen zu kämpfen haben, ächzen die anderen unter der Hitze. Das Wetter in Europa bietet derzeit Extreme: In Italien stehen Campingplätze unter Wasser, in Portugal brennen Wälder.

Heftige Unwetter legten im Norden Italiens Campingplätze unter Wasser, legten das Stromnetz lahm und entwurzelten Bäume. Bei starkem Wind und heftigem Regen wurden mehrere Menschen verletzt.

Österreich: Seit einer Woche Unwetter

In Österreich regnete es in der Nacht zum Freitag wieder heftig. Der Wind zog mit bis zu 130 Stundenkilometern durch das Land. Die Feuerwehren waren wegen Schlammlawinen, umgestürzter Bäume und überfluteter Strassen im Dauereinsatz. In mehreren Bundesländern kam es zu Unterbrechungen von Bahnverbindungen. Österreich hat seit knapp einer Woche mit Unwettern zu kämpfen.

In Ungarn fegten heftige Stürme in der Nacht über das Land hinweg. Mehr als 100'000 Haushalte blieben ohne Strom, die Zugverbindungen ins benachbarte Österreich wurden unterbrochen. In der Ortschaft Kenez (Bezirk Vas) begrub am Donnerstagabend ein Hausdach ein Auto unter sich. Der im Fahrzeug sitzende Fahrer wurde getötet.

Ohne Strom

In Tschechien rückten die Feuerwehren bis Freitagvormittag mehr als 700 Mal aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, beschädigte Dächer abzusichern und Keller auszupumpen. Rund 110'000 Haushalte waren in der Region Südmähren vorübergehend ohne Strom, weil Hochspannungsleitungen beschädigt wurden. Wegen Schäden an der Stromversorgung kam es im Bahnverkehr im Ostteil Tschechiens teilweise zu mehrstündigen Verspätungen.

In der Slowakei waren abgerissene Dächer und umgestürzte Bäume die Bilanz einer stürmischen Nacht. In der westslowakischen Stadt Malacky mussten Dutzende Familien ihre Wohnungen verlassen, weil die losgerissene Dachkonstruktion einer Wohnhausanlage die Statik des ganzen Gebäudes bedrohte. Zugverbindungen und Strassen wurden im Westen des Landes blockiert.

Waldbrände in Portugal

In Portugal macht die Hitze weiter zu schaffen. Brennende Wälder halten die Feuerwehr in Atem. Mehr als 2100 Feuerwehrleute waren am Freitag im ganzen Land im Einsatz, um mehr als 170 Brandherde zu bekämpfen, wie der Zivilschutz in Lissabon mitteilte. Dabei wurden 680 Fahrzeuge und 15 Flugzeuge eingesetzt.

Auch Griechenland ächzt unter der Hitze. Allerdings soll sich das Wetter am Wochenende ändern. Dann drohen in manchen Regionen Stürme und Gewitter, es sei sogar mit Hagel zu rechnen, hiess es beim staatlichen griechischen Wetterdienst. In weiten Teilen des Landes verharrt das Thermometer jedoch zuverlässig bei Temperaturen von mehr als 35 Grad.

Bis zu 40 Grad heiss

In Serbien hielten die Meteorologen auch am Freitag die höchste, rote Wetterwarnstufe aufrecht mit erwarteten Temperaturen bis zu 40 Grad. In der Nacht zum Samstag sollte die jüngste Hitzewelle durch Unwetter beendet werden.

Bulgarien ist weiterhin fest im Griff der aktuellen Hitzewelle. Es herrscht Brandgefahr. Deutlich kühler soll es erst in der Nacht zum Sonntag werden. Dann aber drohen Regenstürme mit Hagel.

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