3.06.2020 18:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Gutes Jahr für dänische Bauern
Die dänischen Bauern haben im vergangenen Jahr so viel verdient wie lange nicht. Nach Erhebungen des Nationalen Statistikamtes lag das Bruttofaktoreinkommen der gesamten Landwirtschaft 2019 mit umgerechnet 4,26 Mrd. Euro (4,6 Mrd. Fr.) um fast 30 % über dem Vorjahresniveau.

Zudem handelte es sich um den zweithöchsten Wert seit 1990. Ein höheres Einkommen hatte der Sektor lediglich im Jahr 2012 mit damals 4,60 Mrd Euro (4,95 Mrd. Fr.) erwirtschaftet.

Den grössten Einnahmezuwachs verzeichneten die Statistiker bei Schweinefleisch und Lebendschweinen. Hier zog der Verkaufswert im Vergleich zum Vorjahr um fast 23% auf 3,39 Mrd. Euro (3,65 Mrd. Fr.) an. Deutlich weniger erfolgreich waren die dänischen Rindermäster mit einem Einnahmerückgang von 6,1% auf 416 Mio. Euro (448 Mio. Fr.). In der Milchproduktion gingen die Einnahmen ebenfalls moderat zurück, und zwar um 1,9% auf 2,11 Mrd. Euro (2,15 Mrd. Fr.).

Die Erlöse aus der gesamten Viehhaltung beliefen sich inklusive Pelztierhaltung auf 6,69 Mrd. Euro (7,2 Mrd. Fr.). Die Pflanzenproduktion trug laut den amtlichen Erhebungen 3,78 Mrd. Euro (4,07 Mrd. Fr.) zu den Einkünften der dänischen Bauern bei. Das waren 7,2% mehr als im Vorjahr, was nach Darstellung der Behörde massgeblich höheren Erlösen aus dem Verkauf von Getreide zu verdanken war.

Auf der Kostenseite profitierten die Landwirte im vergangenen Jahr von niedrigeren Faktorpreisen. Nach Angaben der Statistikbehörde sanken die Ausgaben für Produktionsmittel insgesamt um gut 5% auf 7,71 Mrd. Euro (8,3 Mrd. Fr.). Futtermittel verbilligten sich zum Vorjahr um mehr als 11% auf noch 3,21 Mrd. Euro (3,46 Mrd. Fr.). Auch bei den Energiekosten konnten die dänischen Landwirte im Gegensatz zu ihren deutschen Kollegen einen leichten Rückgang von 3 % verbuchen.

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