23.05.2018 08:07
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Grüne:Bauern fordern Entschuldigung
Eine Entschuldigung von den Grünen im deutschen Bundestag für deren Behauptung, die Landwirtschaft habe einen rasanten Anstieg des Wasserpreises verschuldet, hat der Bayerische Bauernverband (BBV) am vergangenen Donnerstag gefordert.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen habe sich in der Vorwoche in ihrer Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamte (Destatis) einfach darüber hinweggesetzt, dass die miteinander verglichenen Zahlen laut Hinweisen des Bundesamtes gar nicht vergleichbar gewesen seien.

"Vorgehen hat System"

Daher habe Destatis am Tag der Veröffentlichung der Auswertung eine Klarstellung verschicken müssen, in der es die Auswertung als falsch dargestellt habe, berichtete der BBV. Die Medien hätten die „zusammengezimmerte Horrormeldung“ zu diesem Zeitpunkt aber bereits verbreitet gehabt. Der BBV räumte ein, dass Fehler passieren könnten. Das Vorgehen der Grünen gegen die Landwirtschaft habe aber „System“. 

Zudem hätten sich trotz der Richtigstellung durch Destatis die falschen Zahlen noch Tage später auf der Internetseite der Fraktion befunden. Vorwürfe machte der Verband auch direkt gegenüber dem Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter. Als Bayer müsse Hofreiter mitbekommen haben, dass die Qualität des Grundwassers im Freistaat sehr gut sei und sich zuletzt sogar noch weiter verbessert habe. Diese erfreuliche Entwicklung sei insbesondere auf das enorme Engagement der bayerischen Bauern für den Wasserschutz zurückzuführen. Solche Fakten interessierten die Grünen aber nicht. Stattdessen werde Wahlkampf auf Kosten der Landwirte gemacht. 

Destatis stellte richtig

Die grüne Bundestagsfraktion hatte unter Verweis auf Destatis-Zahlen mitgeteilt, dass die Trinkwasserkosten eines Durchschnitthaushalts in Deutschland zwischen 2005 und 2016 nominal um 25% gestiegen seien, und dies vor allem auf Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft zurückgeführt.

Daraufhin hatte Destatis richtig gestellt, dass mit den verwendeten Zahlen ein Vergleich zwischen 2005 und 2016 aufgrund methodischer Umstellungen in diesem Zeitraum nicht vorgenommen werden könne. Die amtliche Statistik zeige aber, dass die Verbraucherpreise für Wasser von 2005 bis 2016 um 17,6% gestiegen seien. Die Verbraucherpreise insgesamt hätten sich im selben Zeitraum um 16,1% erhöht.

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