22.04.2013 08:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE/blu
Deutschland
Gefahr für deutsche Getreidefelder durch Feldmäuse
Die Populationen an Feldmäusen haben in Teilen Thüringens, Hessens, Sachsens und Sachsen-Anhalts ein kritisches Ausmass erreicht. Selbst die lang anhaltende Winterwitterung konnte das Problem nicht verringern.

Darauf hat der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) und Vorsitzende des Fachausschusses Saatgutfragen im Deutschen Bauernverband (DBV), Helmut Gumper , vergangene Woche in Berlin hingewiesen. Es sei derzeit nicht auszuschliessen, dass die zu erwartenden Schäden bei der kommenden Ernte noch größer sein würden als im Vorjahr, sagte Gumpert.

Für das Jahr 2012 beziffert er allein für den Landkreis Sömmerda im Thüringer Becken den durch Feldmäuse verursachten Ernteverlust auf 80'000 Tonnen Getreide, was einem Gesamtschaden von etwa 16 Mio. Euro (19,4 Mio. Fr.) für die Bauern entsprochen habe. „Aktuell müssen wir die Lage sehr gut beobachten“, so Gumpert. Feldmäuse gebe es immer, nur nicht in dem Masse. „Schon jetzt können wir feststellen, dass auf einigen Flächen 50 bis 60 Mäuselöcher je Quadratmeter auftreten“, berichtete der TBV-Präsident.

Von den zuständigen Behörden forderte Gumpert, dass sie die Bauern vor Ort gut beraten und im Bedarfsfall auch den Einsatz wirksamer Mittel zulassen. In jedem Falle müsse ein Übergreifen auf weitere Regionen verhindert werden.

Auch in der Schweiz sind einige Gebiete von einer Mäuseplage betroffen. Die Nager sorgen bei Hochstammbäumen in der Zentral- und Nordwestschweiz zu grössere Schäden. Aber auch in Wiesen wüten die Mäuse. Diese sind führen zu Ertragsverlusten, teilweise ist eine Neuansaat unumgänglich.

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