23.09.2014 13:02
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Premier unterstützt Landwirtschaft
Das Bild einer starken französischen Landwirtschaft hat Premierminister Manuel Valls gezeichnet. Seinen Worten zufolge ist sie „eine der Stärken unseres Landes“ und verfügt trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage über ein „wettbewerbsfähiges Modell“.

Darüber hinaus sprach sich Valls beim grossen Branchentreff „Terres de Jim“ der Junglandwirteorganisation (JA) Anfang September in der Nähe von Bordeaux dafür aus, Klischees rund um die Landwirtschaft endgültig zu beseitigen. Er verwies in dem Zusammenhang auf die komplexe Verbindung der Landwirtschaft mit der Umwelt.

Landwirte echte Umweltschützer

Für Valls sind die Landwirte „echte Umweltschützer“, weil sie mitten in der Natur arbeiteten. Die Landwirtschaft könne dank der Innovationen und neuer Technologien mehr produzieren, ohne der Umwelt zu schaden. Im Hinblick auf die Verurteilung Frankreichs wegen Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie seitens des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) kündigte der Premierminister an, diese gemeinsam mit den Ministern für Landwirtschaft und für Umwelt, Stephane Le Foll und Ségolène Royal, neu verhandeln zu wollen.

Dabei werde man sich für den Erhalt einer extensiven Tierhaltung und praktikable Ausbringungszeiten für Gülle starkmachen, versprach der Sozialist. Zugleich räumte er ein, dass der hier vorhandene normative Anspruch deutliche Grenzen setze. Darüber hinaus unterstrich Valls sein Engagement für die Vereinfachung von Regelungen.

Rote Linien

Diese hatte die Politik bereits bei einem Spitzentreffen mit der Agrarbranche zu Jahresbeginn zugesagt. Darüber hinaus sicherte er im Kampf gegen Diebstähle in der Landwirtschaft und beim Bodenschutz seinen Einsatz ebenso zu wie im Zusammenhang mit den angestrebten transatlantischen Abkommen der EU. Frankreich habe hier eine offensive Position eingenommen.

Die Bewahrung des europäischen Ernährungsmodells und die landwirtschaftlichen Interessen seien „rote Linien“, sagte der Premierminister. Er will sich ausserdem beim Generationenwechsel engagieren. „Die Landwirtschaft ist kein Berufsfeld mit Vergangenheit, sondern mit Zukunft“, erklärte Valls abschliessend.

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