15.07.2014 11:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Agraretat wird gekürzt
In Frankreich muss auch das Landwirtschaftsministerium in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Mitteln zurechtkommen und so seinen Beitrag zum Ziel der Regierung leisten, bis 2017 insgesamt 50 Mrd. Euro (61 Mrd. Fr.) einzusparen.

Wie aus den am vergangenen Mittwoch vorgestellten „grossen Linien“ für die Haushalte der nächsten drei Jahre hervorgeht, soll der Etat von Agrarminister Stéphane Le Foll 2015 gegenüber dem laufenden Jahr um 243 Mio. Euro (296 Mio. Fr.) auf 4,071 Mrd. Euro (4,97 Mrd. Fr.) gekürzt werden. Im Jahr 2016 soll Le Folls Budget gemäss dem Entwurf um weitere 76 Mio Euro auf 3,995 Mrd. Euro (4,87 Mrd. Fr.) und 2017 um 3 Mio. Euro auf dann 3,992 Mrd Euro sinken. Insgesamt wären das Einsparungen in Höhe von 322 Mio. Euro (393 Mio. Fr.).

Deutliche Haushaltskürzungen sind auch für das Umweltministerium vorgesehen, wovon der Großteil bereits im kommenden Jahr erfolgen soll. Für „Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie“ sind 2014 "nur" noch 13,033 Mrd. Euro (15,9 Mrd. Fr.) eingeplant, das wäre ein Minus von 454 Mio. Euro (554 Mio. Fr.). In den Jahren 2016 und 2017 sollen Umweltministerin Ségolène Royal 13,027 Mrd. Euro beziehungsweise 13,083 Mrd Euro zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus will Paris die Zahl der Dienststellen in den Ministerien zurückschrauben. Insgesamt sollen hier im kommenden Jahr 1'177 Arbeitsplätze wegfallen. Während im Agrarressort 25 Posten gestrichen werden sollen, sind aber für das landwirtschaftliche Berufsschulwesen 140 zusätzliche Stellen eingeplant. Im Vergleich dazu sollen im Umweltministerium 515 Posten wegfallen. Die Regierung will das Haushaltsgesetz im Herbst vorlegen.

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