29.09.2015 09:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: 6% der Betriebe sind Bio
Auch der französische Biomarkt ist weiter auf Wachstumskurs. Die Direktorin der l’Agence bio, Eisabeth Mercier, geht davon aus, dass der Umsatz mit Bioprodukten bis zum Jahresende auf 5,5 Mrd. Euro (6 Mrd. Fr.) steigen dürfte. Das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 500 Mio. Euro (545 Mio. Fr.).

Nach Angaben von Mercier legte der Absatz von Bioprodukten auf allen Verkaufskanälen zu. Am stärksten seien hier die Zuwächse in Fachgeschäften, gefolgt von den grossen Supermärkten. Parallel zum Anstieg der Verkäufe von Bioprodukten ist laut l’Agence bio auch der Anbau ökologisch erzeugter Lebensmittel weiter ausgedehnt worden.

Demnach wurden gemäss den vorläufigen Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2015 rund 1,25 Mio ha nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Das sind 10 Prozent mehr als Ende 2014. Von dieser Gesamtzahl sind gut 1 Mio. ha zertifiziert. Etwa 200'000 ha befinden sich noch in der Umstellung. Insgesamt werden somit in Frankreich etwa 4,6 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) biologisch bewirtschaftet. Die Zahl der Biobetriebe stieg der l’Agence bio zufolge bis Ende Juni auf 28'621 Einheiten. Gegenüber dem Stand vom Jahresende 2014 ist das ein Plus von 8 Prozent. Somit sind mittlerweile rund 6 Prozent aller französischen Höfe auf Bio umgestellt.

Mercier wies darauf hin, dass die Begeisterung für den ökologischen Landbau je nach Region und Produktionszweig sehr unterschiedlich ausfalle. So seien im Biogetreideanbau und in der ökologischen Mutterkuhhaltung mit 22 beziehungsweise 10 Prozent die stärksten Zuwächse verzeichnet worden. „Das Engagement der neuen Biobetriebe ist insbesondere in Midi- Pyrénées hoch, wo 200 neue Produzenten hinzugekommen sind, die hauptsächlich Ackerbau betreiben“, berichtete Mercier.

Neben Midi-Pyrénées stechen ihren Worten zufolge auch die Regionen Zentrum, Aquitanien, Poitou-Charentes und Burgund hervor. Hingegen sei im Norden Frankreichs nur eine moderatere Entwicklung verzeichnet worden. „Im Süden gibt es eine grosse Bewegung, während es im Norden noch viel zu tun gibt“, fasste Mercier zusammen.

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