15.03.2015 14:18
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Export
EU will China mit AOP-Produkten erobern
Die Europäische Kommission plant eine Offensive zur Absatzförderung regionaler Spezialitäten in China. Wie die Brüsseler Behörde Anfang März gegenüber Interessenträgern mitteilte, soll in den nächsten Monaten eine großangelegte Vermarktungskampagne für EU-Produkte mit geschützter Herkunftskennzeichnung gestartet werden.

 Ziel ist es, chinesischen Verbrauchern die Vorzüge europäischer Erzeugnisse näherzubringen - mit den Schlagworten Authentizität, Vielfalt, Tradition, Kulturerbe, Sicherheit und Qualität. Der Fokus liegt auf Schinken und Fleisch, Käse, Bier, Wein und Spirituosen sowie Olivenöl. Bereits in der ersten Maiwoche soll eine EU-Delegation in Peking landen - mit zahlreichen Proben im Gepäck.

Allein zur Auftaktveranstaltung werden 1 500 Gäste erwartet. Im Anschluss daran soll eine „Roadshow“ mit Stationen in wichtigen Einkaufszentren der chinesischen Hauptstadt durchgeführt werden, ergänzt durch Informationsangebote im Internet und über soziale Medien. Die Kommission erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass mit China derzeit ein Abkommen über die Anerkennung geographischer Herkunftsbezeichnungen ausgehandelt werde.

Bis zur Jahresmitte wolle man die Gespräche abschließen. Die Vermarktungsaktion diene zur Herausstellung dieser Übereinkunft. Erste geschützte Angaben wurden bereits 2011 anerkannt - sowohl europäische in China als auch chinesische in der EU. Die Volksrepublik gilt dank ihrer aufstrebenden Mittelschicht als wichtiger Zukunftsmarkt für hochwertige Nahrungsmittel aus der EU.

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