15.11.2016 07:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Essen
Deutsche essen mehr Eier und Geflügel
Der Verbrauch von Eiern und Geflügelfleisch in Deutschland wird 2016 erneut zunehmen. Davon geht zumindest die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) in einer aktuellen Schätzung aus.

Wie die Bonner Marktanalysten am vergangenen Donnerstag mitteilten, dürften die Bundesbürger ihren Eierverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um zwei auf durchschnittlich 235 Stück je Kopf steigern. Verantwortlich dafür seien vor allem der größere Außer-Haus-Verzehr und der höhere Verbrauch von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln. Der MEG zufolge hat die Verwendung von Verarbeitungseiern auch deshalb zugenommen, weil diese in den zunehmend nachgefragten vegetarischen Fleischersatzprodukten enthalten sind. Die Haushaltseinkäufe von Eiern in Supermärkten oder dem Wochenmarkt dürften dagegen 2016 laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kaum gewachsen sein.

Wie die MEG weiter mitteilte, hat die deutsche Eiererzeugung 2016 kaum noch zugelegt. Die Bonner Analysten gehen im Vergleich zu 2015 von einem Produktionsanstieg von weniger als 1 % aus. Dafür sind deutlich mehr Importeier nach Deutschland gelangt, insbesondere aus den Niederlanden und aus Polen. Für den Konsumeiermarkt sei deshalb mit einem Rückgang des Selbstversorgungsgrades um etwa 1 Prozentpunkt auf 66 % zu rechnen. Am Geflügelfleischmarkt ist nach Angaben der MEG ein Verbrauchszuwachs ebenfalls wahrscheinlich.

Im laufenden Jahr dürfte dabei erstmals die Marke von 20 kg beim Durchschnittsverbrauch je Kopf erreicht werden. Allerdings bleibe die Bundesrepublik damit auch weiterhin unter dem EU-Mittel, das die Brüsseler Kommission zuletzt mit 22,7 kg angegeben habe. Laut den Bonner Marktexperten wird 2016 die erwartete Geflügelfleischerzeugung von 1,545 Mio t erneut nicht ganz ausreichen, um die heimische Nachfrage zu decken. Es werde einen Import von rund 110 000 t geben, prognostiziert die MEG. Das liege auch daran, dass der Bedarf an einzelnen Teilstücken unterschiedlich ausfalle und es deshalb vor allem innerhalb der EU einen regen Handel mit Geflügelfleisch gebe.

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