8.12.2012 18:26
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Chinesische Getreideernte erreicht Rekordniveau
In China haben die Bauern 2012 reichlich Getreide gedroschen. Wie das Nationale Büro für Statistik auf Grundlage von Erhebungen in 31 Provinzen mitteilte, wurden in diesem Jahr fast 590 Mio. t Getreide einschliesslich Reis geerntet. Das waren 18,4 Mio. t (+3,2%) mehr als 2011.

Damit stieg die chinesische Getreideproduktion das neunte Jahr in Folge auf ein neues Rekordniveau. Massgeblichen Anteil am diesjährigen Wachstum hatten die höheren Flächenerträge. Im Schnitt wurden 53,0 dt/ha vom Acker geholt. Das entsprach einem Zuwachs von 133 kg/ha oder 2,6% gegenüber der vorangegangenen Erntesaison. Zudem wurde die Getreideanbaufläche um 0,6% auf 111,3 Mio ha ausgedehnt.

Mais neue Nummer 1

Nach Angaben der amtlichen Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua hat dabei Mais den Reis als wichtigste Anbaufrucht in China abgelöst. Der Maisdrusch brachte in diesem Jahr einen Gesamtertrag vom 208,1 Mio. t. Das entsprach einem Zuwachs von acht Prozent im Vergleich zu 2011. Die Reisernte legte gegenüber dem Vorjahr um 1,6% zu und erreichte 204,3 Mio. t.

Drittwichtigste Getreidefrucht für die Bauern in der Volksrepublik blieb Weizen mit einem Ernteergebnis von 120,6 Mio t, womit die Erzeugungsmenge der Vorsaison um 2,7% übertroffen wurde.

Produktionsförderprogramm ausgeweitet

Chinesische Regierungsstellen führten die diesjährige Spitzenernte einerseits auf die günstigen klimatischen Bedingungen zurück, andererseits wurde auch auf die staatlichen Stützungspolitiken für die Bauern verwiesen. Laut Xinhua hat die chinesische Regierung in diesem Jahr ihr Produktionsförderprogramm ausgeweitet und die Mindestankaufspreise für Weizen und Reis angehoben, um die Erzeugung zu stimulieren.

Zudem wurden von der Zentralregierung die Einführung moderner Technologien, ein verbesserter Pflanzenschutz und die Abmilderung von Dürreschäden mit umgerechnet 408 Mio. Euro gefördert. Wichtigste Getreideanbauregionen in China waren 2012 die Provinzen Heilongjiang und Henan mit einer Erntemenge von jeweils rund 57 Mio. t oder knapp zehn Prozent der Gesamtproduktion.

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