14.02.2013 11:25
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
China will Bauern stärken
Die Modernisierung der Landwirtschaft und eine Stärkung des ländlichen Raums sind für die chinesische Regierung wichtige gesellschafts- und wirtschaftspolitische Ziele im Jahr 2013. Dies geht aus einem Ende Januar vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei veröffentlichten Papier hervor, berichtete die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua.

Nach ihren Angaben steht die Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion, insbesondere die Erzeugung von Getreide, ganz oben auf der politischen Agenda. Erreicht werden soll dies durch verbesserte Produktionsstrukturen, Infrastrukturmassnahmen und Effizienzgewinne, die gemeinsam zu einer Steigerung der Hektarerträge führen sollen.

Eigentumsrechte der Bauern stärken

Grossen Wert legt die chinesische Führung laut Xinhua auf den Erhalt der landwirtschaftlichen Produktionsflächen. Deshalb sollen die Eigentumsrechte der Bauern durch ein Registrierungsverfahren gestärkt und die unrechtmässige Umwandlung von Acker- in Bauland durch Enteignungen erschwert werden. Auch die Abwanderung der ländlichen Arbeitskräfte in die Städte stellt für die Nahrungsmittelsicherheit ein immer grösseres Problem dar.

Chinesische Regierungsstellen sprechen mittlerweile von 260 Millionen urbanisierten Bauern und Landarbeitern, die für die Arbeit auf den Agrarflächen nicht mehr zur Verfügung stünden. Um die gewünschten Produktionsziele dennoch zu erreichen, müsse mehr Ertrag von der Fläche geholt werden, weshalb in Bewässerungssysteme und die Agrarforschung investiert werde.

Mindestpreise für Weizen und Reis

Zudem würden Agrarkooperativen, aber auch Familienbetriebe zukünftig stärker gefördert, um grossflächigere und effizientere Produktionseinheiten zu erhalten. So sollen in die Städte abgewanderte Bauern ihre Flächen nicht mehr stilliegen lassen, sondern Nutzungsrechte an Familienbetriebe oder Kooperativen übertragen dürfen.

Das Zentralkomitee kündigte an, Produktionsanreize über höhere Mindestpreise für Weizen und Reis zu setzen sowie zur Marktstabilisierung Mais, Sojabohnen, Raps und Zucker aufzukaufen. Neben einer Reihe weiterer Massnahmen, beispielsweise Verbesserungen bei Lagerung und Distribution der Ernten oder eine intensivere Überwachung der Marktentwicklungen und der Lebensmittelsicherheit, will die Regierung zudem in angemessener Zeit auch einen Markt für den Handel mit Agrarfutures errichten.

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