8.08.2014 11:11
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Russland
China und Brasilien profitieren von Ukraine-Krise
Länder wie China und Brasilien profitieren von den Sanktionen des Westens gegenüber Russland und dem darauf folgenden russischen Einfuhrverbot für westliche Nahrungsmittel.

Die gegenseitigen Handelsbeschränkungen zwischen Russland und den westlichen Industrieländern, vor allem der EU und den USA, eröffnen für südamerikanische Länder wie Brasilien ebenso wie für China eine grosse Chance, die entstehenden Angebotslücken zu schliessen.

Russland sucht Kontakt nach Südamerika

Brasilien bot der russischen Regierung bereits an, das wegfallende Geflügel aus den USA mit 150'000 Tonnen Geflügelimporten pro Jahr zu ersetzen. Russland scheint offen zu sein für vermehrte Importe aus südamerikanischen Ländern. So treffe sich Moskau gemäss Agentur Interfax auch mit Botschaftern aus Ecuador, Brasilien, Chile und Argentinien, schreibt Spiegel Online.

Auch China steht für engere Wirtschaftsbeziehungen mit Russland bereit. Bereits in den vergangenen Jahren haben sich diese verstärkt. China ist für Russland der wichtigste Aussenhandelspartner. Umgekehrt steht der russische Partner für China erst an zehnter Stelle beim Aussenhandel. Dadurch sei China deutlich in der besseren Position und könne Europa und Russland politisch gegeneinander ausspielen, schreibt die Epoch Times.

Beziehungen zu China intensiviert

Dies zeigte sich etwa Ende Mai, als Putin in China den grössten Gasdeal der sowjetischen und russischen Geschichte unterzeichnete. Zehn Jahre lang verhandelten die beiden Partner erfolglos über den Liefervertrag von russischem Erdgas nach China. Russland forderte den Verkauf zu europäischen Preisen. Im Angesicht der westlichen Sanktionen gab Russland nach und unterzeichnete. Ab 2018 soll während 30 Jahren 38 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich von Russland nach China geliefert werden, so die Epoch Times.

Auch die von den Brics-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) geplante eigene Entwicklungsbank kann als Zeichen ihrer verengten Beziehungen gedeutet werden. Die Bank soll ab 2016 laufen und ein Gegengewicht zum von den USA und Europa dominierten Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank bilden, so Spiegel Online.

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