8.05.2014 08:32
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
China: Deutlich mehr Agrargüter importiert
Chinas Handel mit Agrarprodukten ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet. Wie das Landwirtschaftsministerium am vergangene Woche in Peking mitteilte, gaben die Importeure landwirtschaftlicher Produkte von Januar bis Februar 2014 insgesamt 20,6 Mrd. USD (18,1 Mrd. Fr.) aus.

Das waren 23% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei trieben vor allem die höheren Einfuhrmengen von Getreide und Ölsaaten die Importrechnung in die Höhe. Laut amtlicher Statistik kauften die Chinesen in den ersten zwei Monaten 2014 rund 40% mehr Sojabohnen und gut 70% mehr Raps. Der Einfuhrwert beider Produkte zusammen stieg um 30% auf 6,9 Mrd. USD (6,05 Mrd. Fr.).

Noch stärker ging es mit einem Plus von 91% mit den Getreideimporten nach oben. Die Ausgaben dafür legten gegenüber Januar und Februar 2013 um zwei Drittel auf 1,1 Mrd. USD (0,96 Mrd. Fr.) zu. Mehr Geld wendeten die chinesischen Händler auch für den Bezug von tierischen Erzeugnissen auf. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden für die gelieferten Waren, meist Fleisch- und Milchprodukte, gut 4 Mrd. USD (2,54 Mrd. Fr.) gezahlt. Das entsprach einem Anstieg um 44%. Dabei verdoppelte sich die Einfuhr von Milchpulver auf 302'000 t, die Rindfleischimporte legten um gut die Hälfte auf 60'000 t zu.

Auf der Exportseite verzeichnete China im Januar und Februar 2014 dagegen nur ein geringes Wachstum. Der Wert der ausgeführten Agrarerzeugnisse stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 um 1 % auf 10,0 Mrd. USD (8,8 Mrd. Fr.). Wichtigstes Exportgut waren Produkte aus Aquakulturen, die mit 2,9 Mrd. USD (2,54 Mrd. Fr.) allerdings gut 8% weniger Geld als im Vorjahreszeitraum erlösten. Dahinter folgten in der Rangliste Gemüse mit 1,7 Mrd USD (1,5 Mrd. Fr.) sowie Früchte und tierische Erzeugnisse mit einem Exportwert von jeweils rund 1 Mrd. USD (0,88 Mrd. Fr.).

Das deutlich stärker ausgeprägte Wachstum der Einfuhren im Vergleich zu den Ausfuhren lies das chinesische Handelsbilanzdefizit in den ersten beiden Monaten 2014 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode spürbar zunehmen, und zwar um 55 % auf 10,6 Mrd. USD (9,28 Mrd. Fr.).

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