14.01.2016 09:21
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
China: Babynahrungs-Kontrolle verschärft
Die chinesische Regierung wird die Überwachung der Hersteller von Säuglings- und Kindernahrung erneut verschärfen. Wie nationale Medien berichten, soll in Kürze ein bereits im April 2015 beschlossenes neues Registrierungssystem in Kraft treten.

Zudem müssen sich die 103 inländischen und 73 ausländischen Hersteller auf intensivere Überprüfungen durch die nationale Nahrungsmittelsicherheitsbehörde einstellen. Mit den stärkeren Lebensmittelkontrollen und der Qualitätssicherung will die Regierung in Peking nach eigenen Angaben das Vertrauen der Konsumenten in die heimische Milchwirtschaft wiederherstellen, das nach mehreren Skandalen gelitten hat.

Andererseits soll aber auch dem Wildwuchs des immer unüberschaubarer werdenden Produktangebots Einhalt geboten werden. Nach Angaben der Lebensmittelüberwachungsbehörde gibt es mittlerweile tausende verschiedene Markenbezeichnungen für Babymilchpulvererzeugnisse. Dies komme auch daher, dass Anbieter ein und dasselbe Produkt unter den verschiedensten Bezeichnungen vertrieben.

Das neue Gesetz sieht deshalb vor, dass die Zahl der Dachmarken für Säuglingsnahrung je Hersteller auf drei begrenzt werden soll und diese zudem bei der Überwachungsbehörde registriert sein müssen. Experten gehen davon aus, dass aufgrund der neuen Regeln viele unbekannte Marken von kleineren heimischen Anbietern, die vor allem auf dem Land eine Rolle spielen, verschwinden werden.

Gewinner könnten dagegen die internationalen Grosskonzerne sein, die in der Regel mit wenigen bekannten Dachmarken auf dem Markt seien.

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