24.02.2020 11:07
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Bauern leiden unter Starkregen
Nach mehreren Jahren, in denen Trockenheit und regelrechte Dürre die Schlagzeilen prägten, schlägt das Pendel aktuell in Dänemark in die andere Richtung.

Nach Angaben des dänischen Dachverbandes der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) haben massive Niederschläge in den vergangenen Wochen in etlichen Landesteilen für Überschwemmungen und völlig vernässte Böden gesorgt.

In Anbetracht der noch vorhergesagten Niederschläge sei schon jetzt sei absehbar, dass dieser Februar einer der regenreichsten in Dänemark seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werde. Laut dem Dachverband drohen jetzt erhebliche Schäden an zahlreichen überfluteten Feldbeständen von Raps und Wintergetreide. Hinzu komme eine prekäre Situation in Bezug auf die Mist- und Güllelager. Die Lagerstätten seien erwartungsgemäss zum Ende des Winters randvoll.

Da man jedoch die nassen Böden nicht befahrbaren könne, sei vorläufig aber nicht an einer Gülle- und Mistausbringung zu denken, so dass sich die Situation weiter zuspitzen werde. Der Dachverband und der Dänische Fließgewässerverein (Danske Vandløb) haben deshalb für den 29. Februar Landes- und Kommunalpolitiker zu einem „Wassertreffen“ eingeladen.

Dabei soll dem L&F-Vorsitzenden Martin Merrild zufolge besprochen werden, wie gemeinsam in Zukunft besser mit hohen Niederschlagsaufkommen umgegangen werden kann. Merrild sieht die Kommunen in der Pflicht, mehr für das Freihalten von Fließgewässern und eine funktionierende Melioration zu tun.

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