11.02.2014 09:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Australien
Australien: Rinderschlachtungen dürften deutlich abnehmen
Nach den Rekordjahr 2013 muss sich die australische Rindfleischbranche im laufenden Jahr auf rückläufige Geschäfte einstellen. Die Absatzförderorganisation Meat and Livestock Australia (MLA) geht in ihrer aktuellen Jahresprognose davon aus, dass das Schlachtaufkommen gegenüber 2013 um mehr als 800'000 Tiere oder fast 9% auf 8,3 Millionen Rinder sinken wird.

Bei leicht erhöhten Schlachtgewichten soll sich die Rindfleischerzeugung um fast 200'000 t oder 8,2% auf 2,17 Mio. t verringern. Im vergangenen Jahr hatten die Folgen einer langen Dürreperiode die Schlachtungen noch auf ein Rekordniveau von 9,11 Millionen Tieren nach oben geschraubt.

Weniger Fleisch für Südkorea und Japan...

Da jedoch auch viele weibliche Tiere mangels Futtergrundlage zum Schlachthaus gebracht wurden, machen sich nun die negativen Folgen in der Bestandsentwicklung bemerkbar: Gab es im Juni 2012 noch 29,0 Millionen Rinder in Australien, waren es im Dürrejahr 2013 nur noch 28,3 Millionen. Für Juni 2014 geht die MLA von einem weiteren Bestandsrückgang auf nur noch 27,5 Millionen Tiere aus. Vor allem im Export dürfte der Produktionseinbruch „Down Under“ zu spüren sein.

Im vergangenen Jahr waren die Ausfuhren auf die neue Rekordmenge von 1,1 Mio. t Versandgewicht geklettert. 2014 sollen es der MLA-Prognose zufolge nur noch gut 1,0 Mio. t sein. Damit läge das Exportvolumen allerdings immer noch über dem Schnitt der Jahre von 2010 bis 2012 von 945'000 t. Stark rückläufige Rindfleischlieferungen im Vergleich zu 2013 erwarten die MLA-Experten mit einem Minus von 17% auf 120'000 t bei der Verschiffung nach Südkorea. Das Japangeschäft soll sich um 7 % auf 270'000 t abschwächen.

...mehr für Europa

Dagegen dürfte sich die Verkaufsmenge in die USA fast auf dem Vorjahresniveau von 210'000 t halten. Auch die zuletzt stark gewachsenen Lieferungen nach China werden mit 155'000 t das Volumen von 2013 wohl in etwa wieder erreichen. Mit höheren Rindfleischexporten wird neben Indonesien nur für die Destination EU gerechnet, wohin mit 21'000 t rund 6 % mehr Ware verkauft werden soll.

Spürbar ansteigen wird voraussichtlich die Lebendausfuhr von Rindern, für die im Vergleich zu 2013 ein Plus um 10% auf 900'000 t erwartet wird. Der Hauptkunde Indonesien hat einen grossen Importbedarf und deshalb kürzlich den Marktzugang für australische Tiere erleichtert.

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