8.04.2017 09:36
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Agrarimporte Chinas wachsen wieder
China hat in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres für den Import landwirtschaftlicher Rohstoffe spürbar mehr Geld ausgegeben als im Vorjahreszeitraum.

Laut Daten des Pekinger Landwirtschaftsministeriums wurden Agrargüter im Wert von 18,8 Mrd $ (17,6 Mrd Euro) eingeführt; das entsprach einem Zuwachs von 24,4 % gegenüber Januar und Februar 2016. In den Kalenderjahren 2016 und 2015 war der Einfuhrwert jeweils um 4,5 % gesunken, so dass es in diesem Jahr möglicherweise zu einer Trendumkehr kommt.

Mehr Geld in die Hand nahmen die Importeure der Volksrepublik im Januar und Februar 2017 vor allem für den Einkauf von Ölsaaten; in dieser Warenkategorie schnellten die Ausgaben im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Vorjahres um 46,2 % auf 6,4 Mrd $ (6,0 Mrd Euro) nach oben. Die Gründe dafür waren insbesondere der um 29,8 % auf 13,19 Mio t angewachsene Bezug von Sojabohnen und die um 49 % auf 954 000 t gesteigerte Rapseinfuhr. Ein erhöhter Bedarf bestand auch für pflanzliches Speiseöl, wobei für die knapp 8 % größere Liefermenge mit 920 Mio $ (895 Mio Euro) fast ein Viertel mehr Geld anlegt werden musste.

Ein zweiter wichtiger Kostenblock bei den chinesischen Agrarimporten waren zu Beginn dieses Jahres die tierischen Erzeugnisse, deren Einfuhrwert im Januar und Februar im Vorjahresvergleich um 16,7 % auf 3,9 Mrd $ (3,7 Mrd Euro) zulegte. Die Ausgaben in die Höhe trieb dabei der weiter zunehmende Einkauf von Schweinefleisch, der mengenmäßig gegenüber der Vorjahresperiode um 29,6 % auf 222 000 t zulegte. Der Bezug von Schlachtnebenerzeugnissen vom Schwein stieg noch stärker, und zwar um 39,4 % auf 225 000 t. Zudem wurden 5,4 % mehr Rindfleisch und 8,1 % mehr Lamm- und Schaffleisch geordert. Die Bestellungen von Milchpulver bei den internationalen Anbietern nahmen um 4,9 % auf 249 000 t zu.

Neben den mengenmäßig um fast die Hälfte ausgeweiteten Importen von Baumwolle und Zucker, kaufte die Volksrepublik im Januar und Februar 2017 auch mehr Getreide am Weltmarkt. Gemäß den Daten des Landwirtschaftsministeriums nahm der Gesamtimport um 36,9 % auf 4,14 Mio t zu; die Einfuhrrechnung erhöhte sich um 12,5 % auf 970 Mio $ (910 Mio Euro). Die chinesischen Kunden orderten vor allem mehr Gerste, Mais und Weizen als im Vorjahreszeitraum; weniger gefragt waren Sorghum, Trockenschlempe und Maniok.

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