21.12.2015 10:55
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Vorschüsse auf Direktzahlungen
Österreichs Landwirte haben bereits einen Vorschuss auf die Direktzahlungen der EU erhalten. Die Agrarmarkt Austria (AMA) hat am vergangenen Donnerstag dafür rund 347 Mio. Euro (375 Mio. Fr.) überwiesen.

Mitte November waren den Bauern auf Grundlage der von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter erlassenen nationalen Sonderrichtlinie zur Gewährung von Vorschusszahlungen für Empfänger von Beihilfen bereits rund 367 Mio. Euro (396 Mio. Fr.) für das Österreichische Umweltprogramm (ÖPUL) und die Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten (AZ) gezahlt worden. Nach Angaben des Wiener Agrarressorts bekommen die heimischen Betriebe in diesem Jahr demnach insgesamt 714 Mio. Euro (771 Mio. Fr.) an Vorschusszahlungen.

Die Ermittlung des tatsächlich zustehenden Betrages für das Antragsjahr 2015 unter Berücksichtigung von Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontroll- Ergebnissen erfolge voraussichtlich Ende April 2016. Im Zuge dieser Berechnungwerde eine Richtigstellung auf das tatsächlich zustehende Prämienausmass vorgenommen. Dabei könnten in Einzelfällen auch Rückforderungen ausgesprochen werden.

Für Rupprechter war die Sonderrichtlinie und damit die rasche Auszahlung der Fördergelder ein Gebot der Stunde: „Die niedrigen Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch, instabile Märkte und die massiven Dürreschäden stellen die Bauern in diesem Jahr vor besonders grosse Herausforderungen. Deshalb war es mir besonders wichtig, dass noch vor Jahresende ein grosser Teil der Förderungen ausbezahlt werden konnte.“

Da es in diesem Jahr aufgrund der letzten Agrarreform zu gravierenden Umstellungen bei der Förderabwicklung gekommen sei, hätten die Flächenprämien aufgrund der strengen EU-Vorgaben erst im kommenden Jahr ausbezahlt werden können, so der Minister. Für die Berechnung der Direktzahlungen sei die Hälfte der Zahlungen 2014, umgerechnet auf die Fläche 2015, herangezogen worden.

Die neuen Elemente der Direktzahlungen - die Greeningprämie, die Zahlungen für Jung- und Kleinlandwirte und die gekoppelte Almprämie - hätten allerdings nicht berücksichtigt werden können. Zudem seien für Betriebe, die imVorjahr keine Direktzahlungen bezogen hätten, so etwa Neueinsteiger, keine Vorschusszahlungen möglich.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE