25.09.2015 13:58
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Massnahmenpakete für Milch- und Schweinebauern
Die insgesamt 7 Mio. Euro, die Österreich im Rahmen des Hilfspakets der EU-Kommission für die Landwirtschaft erhält, sollen in erster Linie den heimischen Milch- und Schweinebauern zugutekommen. Darauf hat die Landwirtschaftskammer Österreich vergangene Woche hingewiesen.

Arbeitsgruppen würden jetzt Massnahmenpakete für den Milch- und den Schweinesektor schnüren, die rasch Hilfe bringen sollten. Gemessen an den Schwierigkeiten am Markt sei der budgetäre Spielraum, den die EU-Mittel böten, jedoch eher bescheiden, erklärte die Kammer.

Schliesslich sei Österreichs Landwirtschaft nicht nur im Milch- und Schweinebereich, sondern allgemein wegen enormer Dürreschäden betroffen. Für den Milchbereich soll laut Kammer die bereits seit einem Jahr eingesetzte Strategiegruppe Milch Sofortmassnahmen erarbeiten, die sich vor allem auf die Bereiche Qualität, Export und Marketing konzentrieren.

„Die oberste Voraussetzung für einen Erfolg auf den Märkten ist die Qualität unserer Milch beziehungsweise der daraus gewonnenen Spezialitäten. Da werden wir konsequent dranbleiben und gleichzeitig rasche Hilfe anbieten“, erklärte der Präsident der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Josef Moosbrugger, der den Vorsitz der Gruppe übernommen hat.

Im Schweinebereich soll die Zielsetzung des Hilfspaketes einige wenige Schwerpunkte umfassen, die weiterhin auf rückverfolgbarer und kontrollierter Qualität liegen. Es gehe jetzt darum, kurzfristig umsetzbare Vorschläge vorzulegen, die bei geringstmöglichem Verwaltungsaufwand korrekt und wirkungsvoll umsetzbar seien, so der Vorsitzende der zuständigen Arbeitsgruppe, Oberösterreichs Kammerpräsident Franz Reisecker.

„Wir liegen trotz unserer im EU-Durchschnitt bedeutend kleineren Strukturen in der Schweinehaltung noch immer gut gegenüber ausländischen Mitbewerbern. Allerdings nehme er das Hilfspaket auch zum Anlass, eine tiefergehende Analyse über die zukünftigen Rahmenbedingungen und die strategische Ausrichtung des Sektors zu führen", erklärte Reisecker.

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