10.01.2017 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Österreich
A: Gute Getreideernte 2016
Die Getreideernte in Österreich fiel im letzten Jahr überdurchschnittlich gross aus. Die Wärme und der ausreichende Niederschlag in den Sommermonaten sind die Gründe.

Die Getreideproduktion (inkl. Hirse, Sorghum und Buchweizen sowie Körnermais) belief sich 2016 laut Statistik Austria auf 5,69 Mio. Tonnen, was einem Zuwachs von 12 Prozent zum langjährigen Mittel entspricht. Damit sei eines der besten Ernteergebnisse der vergangenen zehn Jahre erzielt worden, heisst es in einer Mitteilung.

Gutes Klima

Die Wärme und der ausreichende Niederschlag in den Sommermonaten waren insgesamt förderlich für die Entwicklung der Feldkulturen. So erbrachten Körnerleguminosen und Ölsaaten dank hoher Erträge bei Raps, Sojabohnen und Sonnenblumen eine Rekordernte von 451'900 Tonnen, was 23 Prozent mehr als im dürregeprägten Jahr 2015 war und 15 Prozent über dem Zehnjahresmittel notierte.

Die Weizenernte erbrachte 1,97 Mio. Tonnen (+14%), davon war 94% Weichweizen (inkl. Dinkel) mit einer Produktion von 1,85 Mio. Tonnen (+13%). Die Produktion von Körnermais (inkl. Saatmais) belief sich auf 2,18 Mio. Tonnen und lag damit um ein Drittel über dem Vorjahreswert (+33%).

Gute Kartoffel- und Rübenernte

Bei Raps und Rübsen wurde eine Produktion von 141'900 Tonnen gemeldet, was teils flächenbedingt einem Plus von 27% zum Vorjahr entsprach. Auch bei Sonnenblumen war die Ernte mit 59'900 Tonnen ausgesprochen ertragreich (+57%), blieb aber wegen der rückläufigen Flächenentwicklung unter dem langjährigen Mittel (–6%).

Sojabohnen erzielten eine Erntemenge von 152'600 Tonnen, womit trotz Flächenreduktion ein Mengenplus von 12% zum ertragsschwachen Vorjahr erreicht wurde. Die Kartoffelernte belief sich auf 767’300 Tonnen, womit die Produktion das langjährige Mittel um 12% überstieg und deutlich über dem Vorjahreswert lag (+43%). Auch bei Zuckerrüben wird nach der mageren Vorjahresernte eine durchwegs erfreuliche Produktionsmenge erwartet: Hier könnte mit 3,61 Mio. Tonnen über ein Viertel mehr Rübenmasse als 2015 eingefahren werden (+14% zum Zehnjahresdurchschnitt).

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