3.06.2014 10:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Agrarminister für Senkung der Superabgabe
Österreichs Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat seine Forderung nach einer Senkung der Superabgabe für Überlieferer bekräftigt.

„Das Auslaufen der Milchquote Ende März 2015 muss von den österreichischen Milchbäuerinnen und Milchbauern dazu genutzt werden, bestmögliche Zukunftschancen und eine bestmögliche Startposition zu erlagen. Dazu ist es wichtig, überhöhte Abgaben stark zu reduzieren“, erklärte Rupprechter in einer Pressemitteilung anlässlich des Weltmilchtages am 1. Juni. In Europa, wie auch in Österreich, sei mit einem Anstieg der Milchproduktion zu rechnen.

Änderung der Fettkorrektur möglich

Er habe deshalb die EU-Kommission bereits aufgefordert, die Strafabgaben für Überlieferungen, die bis zum Auslaufen der Quote noch anfallen, stark zu reduzieren, um eine rasche Entlastung der österreichischen Milchbäuerinnen und -bauern sicherzustellen. Eine wichtige Massnahme, die sofort umgesetzt werden könne, sei eine Änderung der Fettkorrektur, betonte der Minister. Nach seinen Angaben wird eine Entscheidung darüber Mitte Juni 2014 im Rat fallen.

Ansonsten sieht Rupprechter die österreichische Milchwirtschaft gut aufgestellt. Der Export von Molkereiprodukten habe sich seit 1995 versechsfacht, die Tendenz zeige weiter nach oben. Zudem habe die heimische Produktion insbesondere in den Bereichen gentechnikfreie Produktion, Bioprodukte, regionale Produkte und Heumilch punkten können. Dabei beginne die österreichische Qualitätsstrategie bereits am Bauernhof und erstrecke sich durchgehend bis ins Produktregal.

Export und Biomilchsegment auf Wachstumskurs

Das bringe, so Rupperechter, einen doppelten Gewinn: Einen nachhaltigen Mehrwert für die Milchwirtschaft und einen Qualitätsvorsprung für die Konsumenten. Dabei habe insbesondere das Segment Biomilch einen enormen Aufschwung erlebt. In den letzten 20 Jahren habe sich deren Volumen verdoppelt und ihr Marktanteil sei auf 16 % gestiegen.

Wichtig für die Wertschöpfung der heimischen Milchwirtschaft sei aber auch der Export. Etwa ein Drittel der aus der Alpenrepublik ausgeführten Milchprodukte gehe nach Deutschland, beim Käse sei es fast die Hälfte, erläuterte der Minister. Aber auch Drittländer wie China, Russland, Libyen und die Arabischen Emirate schätzten die Qualität der österreichischen Milchprodukte und würden damit zu einer positiven Handelsbilanz im Milchbereich beitragen.

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