4.06.2013 10:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
70'000 Hektar Acker- und Grünland wurden überschwemmt
Von den Überschwemmungen im Nordosten Frankreichs nach heftigen Regenfällen im Mai - insbesondere in der ersten Monatshälfte - sind nach Schätzungen des Bauernverbandes in Champagne- Ardenne (FRSEA) rund 50'000 bis 70'000 ha Acker- und Grünland in sechs Départements betroffen.

Diese Flächen befinden in Côte d’Or (20'000 ha), in Aube (10'000 bis 20'000 ha), in Yvonne (10'000 ha) und jeweils 5'000 ha in Marne, Haute-Marne und Seine-et-Marne.

Um den geschädigten Landwirten und Gemüsebauern unter die Arme greifen zu können, hat Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll nun einen Hilfsplan präsentiert. Zuvor hatten bei einem Treffen Mitte Mai in Paris Verbandsvertreter dem Ressortchef die Zustände auf den Feldern geschildert und Hilfsmassnahmen gefordert.

In der Region Champagne-Ardenne soll etwa die Hälfte der gesamten Areals überschwemmt worden sein. Insbesondere das Grünland, aber auch Flächen mit Winter- und Sommergerste, Raps, Mais und Weizen sowie in kleinerem Umfang mit Zuckerrüben und Kartoffeln. FRSEA-Präsident Joël Hospital erklärte, dass es neben den innerhalb von 48 Stunden überfluteten Flächen auch um das noch zu bestellende Areal gehe. Nach seinen Worten waren die Felder nicht vor Anfang Juni wieder befahrbar.

Hospital bezweifelte in diesem Zusammenhang, ob sich die Maisaussaat noch lohne. Der FRSEA forderte 20 Mio. Euro (24,8 Mio. Fr.)an Sonderhilfen, „das entspricht etwa 250 Euro bis 300 Euro pro Hektar (310 bis 370 Fr.) “. Auch den Tierhaltern bereitet der drohende Futtermangel Sorgen.

Zu den von Le Foll präsentierten Hilfsmassnahmen gehören unter anderem Entschädigungszahlungen aus dem Nationalen Fonds zum landwirtschaftlichen Risikomanagement (Le Fonds national de gestion de risques en agriculture - FNGRA), eine Lockerung der Regelungen im Zusammenhang mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) - hier geht es unter anderem um die Nutzung von Brachland -, sowie um Begleitmassnahmen für die am stärksten betroffenen Landwirte.

Der Minister hatte bereits im Vorfeld zur Bekanntgabe seines Massnahmenkataloges betont, dass den Landwirten rückwirkend und
unbürokratisch geholfen werden müsse. Den Gemüsebauern sollen aus dem Umschuldungs-Sonderfonds (FAC) 500'000 Euro bereitgestellt werden.

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