16.08.2019 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Tourismus
Wallis setzt auf Slow Food Travel
Auf Reisen das gastronomische und kulturelle Erbe einer Region kennenlernen. Unter diesem Motto wollen der Kanton Wallis und die Organisation Slow Food nachhaltigen Tourismus im Bergkanton fördern.

Sie haben die Region zur ersten Slow-Food-Reisedestination der Schweiz erklärt, wie sie am Freitag mitteilten. Slow Food ist ein gemeinnütziger Verein, der vor über dreissig Jahren in Italien als Antwort auf die Fast-Food-Welle gegründet wurde. Ziel ist die Förderung von lokalen Esskulturen und -traditionen.

Weltkarte der Geniesserdestinationen

Die erste offizielle Destination von Slow Food Travel war vor vier Jahren das österreichische Kärnten - mit Erfolg. Nun will auch der Kanton Wallis profitieren. «Es eröffnet dem Kanton viele Möglichkeiten», sagte Gérald Dayer, Chef der Walliser Dienststelle für Landwirtschaft, am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Slow Food und das Wallis hätten die gleichen Ziele.

Rund vierzig regionale Angebote von Erlebnisaufenthalten und rund zehn kantonale Angebote sollen in den nächsten drei Jahren schrittweise vermarktet werden. Das Wallis setzt dabei auf die bestehenden Agrar- und Önotourismusprojekte und will diese ausbauen. «Wir wollen das Wallis auf die Weltkarte der Geniesserdestinationen setzen», sagt Dayer. «Wir haben vor, nachhaltigen Tourismus kommerziell erfolgreich und profitabel zu gestalten.»

Drei Jahre

Konkret werden neun ländliche Tourismusziele realisiert. Zwei Ziele sollen noch im kommenden Herbst in Betrieb genommen werden, eines in der Region Grand Entremont, das andere in der Region Fully. Weitere Projekte folgen ab 2020 im Raum Leuk-Raron, im Val d'Annivers, im Val d'Hérens, im Val d'Illiez sowie im Oberwallis.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt verfügt über ein Budget von 900'000 Franken, finanziert durch den Bund (400'000 Franken), Slow Food Schweiz (197'000 Franken), den Staat Wallis (120'000 Franken) und Valais/Wallis Promotion (120'000 Franken). Bis 2022 soll das Programm auf andere Landesteile ausgedehnt werden.

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