7.04.2020 09:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bildung
Über 264 Millionen für Milch
Den Mitgliedstaaten der Europäischen Union steht für das kommende Schuljahr 2020/21 im Rahmen des Schulobst- und Schulmilchprogramms ein Gesamtbetrag von 250 Mio Euro (264,03 Mio Franken) zur Verfügung.

Das gab die Europäische Kommission bekannt. Nach ihren Angaben entfallen davon gut 145 Mio Euro (153,2 Mio Franken)  auf Obst und Gemüse und knapp 105 Mio Euro (110,94 Mio Franken) auf Milch- und Milcherzeugnisse. Die Brüsseler Behörde hob hervor, dass das Programm mit pädagogischen Massnahmen verbunden sei, bei denen die Kinder über landwirtschaftliche Themen informiert und über eine gesunde Ernährung aufgeklärt würden.

Als bevölkerungsreichster Mitgliedstaat erhält Deutschland mit insgesamt 35,3 Mio Euro (37,3 Mio Franken) den grössten Betrag. Knapp dahinter folgen die Franzosen, denen Brüssel etwa 35,1 Mio Euro  (37,08 Mio Franen) zur Verfügung stellt. Während der Bundesrepublik etwa 24,6 Mio Euro (25,99 Mio Franken) für die Obst- und Gemüseabgabe an Schulen zugewiesen werden, kann das westliche Nachbarland hierfür mit knapp 18,0 Mio Euro (19,02 Mio Franken) rechnen.

Etwas weniger erhält Paris für das Schulmilchprogramm, nämlich 17,1 Mio Euro (18,07 Mio Franken). Für die deutschen Schüler sind hingegen lediglich 10,7 Mio Euro  (11,03 Mio Franken) für Milch- und Milcherzeugnisse vorgesehen.

Beim Schulobstprogramm erhält Italien mit fast 20,5 Mio Euro (21,66 Mio Franken) den zweithöchsten Betrag aus Brüssel. Zum Schulmilchprogramm sind für Rom dagegen lediglich gut 9,0 Mio Euro (9,51 Mio Franken)vorgesehen.

Polen bekommt für das Schulobstprogramm 14,4 Mio Euro (15,21 Mio Franken) und für sein Milchprogramm 10,9 Mio Euro (11,52 Mio Franken). Dem Vereinigten Königreich sollen gemäss der veröffentlichten Liste trotz erfolgten Brexit noch 4,9 Mio Euro (5,18 Mio Franken) für sein Schulmilchprogramm überwiesen werden.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski betonte, dass es gerade im gegenwärtigen Kontext des Corona-Geschehens für Kinder in der gesamten Europäischen Union noch wichtiger sei, zu wissen und zu verstehen, woher die produzierten Lebensmittel stammten. Dank der Förderung könnten die Schülerinnen und Schüler etwas über Ernährung und Landwirtschaft lernen und gleichzeitig gesunde Essgewohnheiten annehmen. 

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