10.08.2020 17:50
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Innerschweiz
Stiftung unterstützt Bauernbetriebe
Seit Ende 2016 hat die Albert-Koechlin-Stiftung (AKS) 60 Landwirtschaftsbetriebe finanziell gefördert. Unterstützt wurden unter anderem Projekte, die das Tierwohl erhöhten oder auf Bio-Produktion umstellten. Auch Landwirte in finanzieller Not wurde unter die Arme gegriffen.

In den Statuten der Albert Koechlin Stiftung wird die Erhaltung von ökologisch geführten und dem betriebsspezifischen Standortpotenzial angepassten Landwirtschaftsbetrieben explizit als Stiftungsziel erwähnt. Die Stiftung engagiert sich mit drei Angeboten in der Landwirtschaft. Sie beteiligt sich mit Beiträgen an der Beratung bezüglich Tierwohl und bezüglich der zukünftigen strategischen Ausrichtung sowie einer allfälligen Umstellung auf Bio-Produktion.

Zudem beteiligt sie sich an Infrastrukturkos-ten zur Förderung des Tierwohls und am Aufbau von kurzen (regionalen) Vermarktungs- und Verarbeitungsketten von Bioprodukten mittels A-fonds-perdu-Beiträgen. Ausserdem unterstützt die Albert-Koechlin-Stiftung (AKS) landwirtschaftliche Betriebe in einer finanziellen Notlage.

60 zukunftsorientierte Projekte hätten mit der Unterstützung der AKS seit Ende 2016 umgesetzt werden können, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung. In dieser Zeit habe die AKS in der Innerschweiz mit 1,8 Mio. Franken das Tierwohl und die Umstellung auf Bio-Produktion gefördert oder Landwirte in einer finanziellen Notlage unterstützt.

Die umgesetzten Projekte sind vielfältig: Im Bereich des Tierwohls hat sich die Albert-Koechlin-Stiftung unter anderem am Umbau des Schweinestalles von Urs Burri in Hofstatt (LU) beteiligt. Seit dem Umbau haben alle Schweine einen permanenten Weidezugang. Patrick Theiler in Winikon (LU) hat mit der Unterstützung der AKS den Anbindestall in einen Kompostierstall umgebaut. Dank der Kompostliegehalle bei gleichzeitiger Umstellung auf Mutterkuhhaltung und Bio-Produktion wurde das Projekt der Familie Hodel in Zell (LU) unterstützt. Die Auch beim Aufbau der Direktvermarktung wie Gemüse-Abos oder Hofläden bietet die AKS Unterstützung.

Die Ausrichtung der Agrarpolitik (AP22+), hängige Initiativen, der Freihandel und der Preiskampf setze dem Bauernstand arg zu, schreibt die Stiftung. «In unsicheren Zeiten werden Investitionen zurückgestellt und strategische Neuausrichtungen stellen eine enorme Herausforderung dar. Die Albert Koechlin Stiftung unterstützt bäuerliche Familienbetriebe in diese Situation, nachhaltige und zielführende Entscheidungen zu treffen und die nötigen Investitionen zu tätigen», heisst es weiter.

Die Anfragen für eine Unterstützung gelangen entweder direkt durch den Gesuchsteller oder über eine Fachstelle wie Landwirtschaftliche Beratungsstellen von Gemeinden an die AKS. Alle Informationen sind auf der Website der Stiftung abrufbar: www.aks-landwirtschaft.ch

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