29.06.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Palmöl
Palmöl: Migros und Coop hinter Aldi
Die SonntagsZeitung nimmt die Nachhaltigkeits-Rangliste des WWF unter die Lupe. Das Fazit: Coop und Migros schneiden beim Palmöl schlechter ab als Aldi.

Diese Woche kam das Referendum "Stop Palmöl" zustande. Es soll das Feihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indonesien verhindern und damit auch dass zu viel billiges Palmöl ins Land kommt. Laut Experten und der Umweltschutzorganisation WWF sei der Boykott von Palmöl aber keine sinvolle Lösung, schreibt die SonntagsZeitung. 

Statt Palmöl zu ersetzen, sollten Detailhändler stärker darauf achten, woher die Rohstoffe stammen. Und diese nur dort beziehen, wo keine Wälder gerodet werden. WWF hat eine Rangliste erstellt. Von insgesamt 40 Händlern liegt Coop auf dem zehnten und die Migros sogar erst auf dem 18. Platz. Die Migros liege damit auf dem gleichen Rang wie der US-Konzern Walmart.

Aldi auf Rang 5

Gar der deutsche Discounter Aldi Süd liegt auf Rang 5 weiter vorne als die zwei Schweizer Detailhändler. Noch vor wenigen Jahren war das anders. Damals lagen Migros und Coop in Sache Palmöl weit vorne. Was hat sich verändert? Beim neuen Rating hat WWF zusätzliche Kriterien hinzugefügt. Es wird bewertet, wie gut die Händler ihre Zulieferer kennen und wie transparent sie darüber berichten. Auch prüft die Organisation, ob Detailhändler Projekte in den produzierenen Ländern unterstützen. Bei diesen neuen Kriterien schneiden ausländische Händler besser ab als Coop und Migros.

Laut der SonntagsZeitung äussern sich Coop und Migros folgendermassen dazu: Bei Coop überarbeite man derzeit die eigenen Palmöl-Richtlinien. Bei den Lebensmittel-Eigenmarken will Coop künftig ausschliesslich auf Bio-Palmöl setzten. Migros hingegen sagt, dass 98 Prozent des Palmöls in Eigenmarken rückverfolgbar sei. Doch diese reicht nicht bis zu den eigenen Plantagen. Bis 2025 hat sich die Migros zu Ziel gesetzt, die Rückverfolgbarkeit bis zum Produzenten sicherzustellen. 

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