7.01.2013 12:11
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Unternehmen
Nun also doch - Fenaco einigt sich mit Gewerkschaften auf Gesamtarbeitsvertrag
Der Landwirtschaftskonzern Fenaco hat sich mit den Gewerkschaften Unia und Syna auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Das Abkommen ist am 1. Januar in Kraft getreten und hat eine Laufzeit von mindestens drei Jahren, wie die Sozialpartner am Montag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten.

Der neue GAV erfüllt die Ansprüche der Arbeitnehmer in verschiedenen Bereichen stärker, etwa bei den bezahlten arbeitsfreien Tagen und beim Mutterschaftsurlaub. Weiter sieht der Vertrag eine verstärkte Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau vor. Zudem wird der Persönlichkeitsschutz für die Mitarbeiter verbessert. Insbesondere Angestellte, die auf Missstände hinweisen, so genannte «Whistleblower», sollen besser geschützt werden.

Bisher waren die Fenaco-Mitarbeiter keinem GAV unterstellt, es gab lediglich einen einen Rahmenvertrag. Bereits seit längerem verhandelten die Sozialpartner über einen GAV. 2011 scheiterten die Gespräche. Nun kam es kurz vor Weihnachten doch noch zu einer Einigung.

Es seien «lange und zähe Verhandlungen» gewesen, sagte Carlo Mathieu von der Gewerkschaft Syna auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mit dem neuen Vertrag seien nun sämtliche arbeitsrechtlichen Bestimmungen unter einem Vertrag zusammengefasst.

Bei Fenaco arbeiten mehr als 8000 Angestellte. 2011 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 5,55 Mrd. Franken.

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