13.05.2018 20:00
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Ernährung
Mutterliebe auch beim Tier
Anlässlich des Muttertages haben sich die Aktivisten der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus eine besondere Aktion ausgedacht. Mit einem Transparent zum Thema «Mutterliebe» animiert sie die Bevölkerung Pflanzenmilch statt Kuhmilch zu trinken.

Auf der Berner Lorrainebrücke hängt ein übergrosses, 16-Kilogramm-schweres Transparent mit der Aufschrift: «Mutterliebe gibt es nicht nur bei Menschen. Lebe vegan.» Neben dem Text ist auf dem Plakat eine Kuh abgebildet, die sich liebevoll um ihr Kalb kümmert. Wer mit dem Zuge nach Bern reist, kann es kaum übersehen.

«Mutter-sein» sei bei allen Säugetieren etwas Besonderes, schreibt die Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF) in einer Mitteilung. Die Bindung zwischen Mutter und Kind beginne während der Schwangerschaft und wachse weiter beim Stillen. Diese Bindung werde in der Milchindustrie systematisch durchtrennt, da die Kälber von den Kühen kurze Zeit nach der Geburt getrennt werden, erklärt TIF weiter.

Tobias Sennhauser, Präsident von Tier im Fokus, ist überzeugt, dass viele Menschen nicht wissen, dass Kühe jedes Jahr meist künstlich besamt und somit «ein Lebe in Schwangerschaft» führen würden. Wer Milch wolle, bekomme auch Fleisch. Die der Mutter entrissenen Kälber würden nämlich wenige Monate später im Schlachthaus landen, begründet er die Aussage.

«Menschen und Rinder sind nicht gleich» räumt Sennhauser ein, «aber gleichwertig». In Sachen Mutterliebe seine sie indes vergleichbar. TIF empfiehlt deshalb statt artfremde Milch, vegane Pflanzenmilch zu trinken. 


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